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Fallersleben Ehmen und Mörse: Einwohner sind sauer auf Raser
Wolfsburg Fallersleben Ehmen und Mörse: Einwohner sind sauer auf Raser
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06:00 21.09.2019
Einwohner in Ehmen und Mörse beschweren sich im Ortsrat über die hohe Verkehrsbelastung und Raser am Siebsberg und der Hattorfer Straße. Quelle: Boris Baschin
Ehmen/Mörse

Die innerörtliche Verkehrsbelastung entwickelt sich für die beiden Ortsteile Ehmen und Mörse zu einer schier unendlichen Geschichte. Einwohner und Kommunalpolitiker machten am Donnerstag erneut ihrem Ärger darüber Luft, wie Autofahrer durch die Ortschaften rasen, Schleichwege unberechtigt nutzen und sich ganz allgemein ausgesprochen rücksichtslos verhalten. Schauplätze sind unter anderem der Siebsberg, wo in Höhe der Kindertagesstätte in den Morgen-und in den Nachmittagsstunden die Verkehrsströme von Eltern und Pendlern aufeinandertreffen.

Über Raser ärgert man sich in der Hattorfer Straße in Mörse, die zudem die Anliegerstraße Richtung Mörser Knoten unberechtigt befahren. Weil die Probleme offenbar überhand nehmen, hatte der Ortsrat Ehmen-Mörse den Leiter des Ordnungsamtes, Axel Piepers, und Oliver Iversen, Leiter des Geschäftsbereichs Straßenbau und Projektkoordination, im Saal der Gaststätte „Chris Inn“ zu Information und Erfahrungsaustausch eingeladen.

Kritikpunkt: Rasende, junge Mütter vor der Kita

Hier hatten nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Peter Kassel (CDU) zunächst Einwohner die Möglichkeit, ihrem Ärger Luft zu machen. Und die äußerten unter anderem Kritik „an“ -Zitat - „jungen Müttern, die ihre Kinder zur Kita Ehmen bringen und dabei wenig auf die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung achten.“ Die Sorge stand im Raum, das sich diese Lage am Siebsberg noch verschlimmere, wenn zunächst der neue Kita-Anbau starte und dann der Betrieb mit noch mehr Kindern anlaufe.

Nicht weniger problematisch ist die Situation in der Hattorfer Straße, wo offenbar permanent die Regelung „Rechts vor Links“ missachtet werde. Ortsratsmitglied Rüdiger Golz(PUG) fügte an, dass mittlerweile zudem die „Alte Braunschweiger Straße“ - für den Normalverkehr gesperrt – als Schleichweg missbraucht werde,wenn sich der Verkehr auf der Autobahn mal wieder staue.

Ordnungsamt: Keine gravierenden Verstöße festgestellt

Schnelle Lösungen oder effiziente bauliche Veränderungen konnten weder Axel Piepers noch Oliver Iversen unterbreiten. „Wir können schon aus Gründen der Personalkapazitäten nicht überall sein“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes. Man habe zudem Geschwindigkeitsmessungen in der Hattorfer Straße vorgenommen und gravierende Verstöße nicht feststellen können. Oliver Iversen sprach den Wunsch des Ortsrates an, den Einmündungsbereich der Deumelandstraße in die Salzwedeler Straße zu entzerren und den Verkehrsfluss zu beschleunigen. Dabei wurde ein Kreisel ins Gespräch gebracht. „Ist aus Platzgründen leider nicht zu realisieren“, dämpfte Iversen die Hoffnungen. Enttäuschend war auch seine Prognose zur gewünschten neuerlichen Öffnung der Autobahnabfahrt Mörse. „Die zuständige Verkehrsbehörde sieht Chancen für die Ausfahrt erst im Zusammenhang mit der Erneuerung des sogenannten Überfliegers“, sagte Iversen. Da werden sicher nicht einige Jahre ins Land gehen.

Empfindliche Geldstrafen gefordert

Immerhin gab der Ortsrat der Verwaltung noch eine dringende Bitte mit auf den Weg: Verstöße müssten zukünftig fühlbar geahndet werden, hieß es. „Wir müssen mehr Druck ausüben. Und das geht nur über empfindliche Geldstrafen“, betonten Peter Kassel und Rüdiger Golz.

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Von Burkhard Heuer

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