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Fallersleben Ehmen: Nordtangente soll Autos vom Ortskern fernhalten
Wolfsburg Fallersleben Ehmen: Nordtangente soll Autos vom Ortskern fernhalten
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15:40 21.11.2019
Am Kerksiek: Die geplante Ausweichtrasse ist rund 1,6 Kilometer lang. Quelle: Burkhard Heuer
Ehmen/Mörse

Nur die langgedienten Mitglieder im Ortsrat Ehmen-Mörse können sich noch an die intensiven Vorgespräche erinnern, die vor mittlerweile 20 Jahren zum Kerksiek Ehmen-Mörse geführt wurden, der sich dann ab 2012 zum größten aktuellen Neubaugebiet Norddeutschlands entwickelte. Als Voraussetzung für die Erschließung von 900 Baugrundstücken wurde den kommunalen Politkern damals versprochen, dass der innerörtliche Straßenverkehr dadurch nicht belastet würde.

Grunderwerb kostete 405 000 Euro

Eine Umgehungsstraße wurde versprochen, eine sogenannte Nordtangente oder Spange vom Kreisel (Herzogin-Clara-Straße/Salzwedeler Straße) zwischen Fallersleben und Mörse bis zur Einmündung Ludgeristraße. Aber die Planer hatten sich gründlich verkalkuliert, denn die ursprüngliche Trasse führte durch geradewegs durch einen landschaftlichen Schutzbereich. Nicht nur guter Rat, sondern auch eine Ausweichtrasse waren teuer, denn Landwirte erstritten per Gerichtsbescheid einen höheren Preis für ihre Grundstücke, als die Stadt ursprünglich erzwingen wollte. Wenn jetzt die Nordtangente „Am Kerksiek“ für insgesamt 2,2 Millionen Euro gebaut wird, so schlägt der Grunderwerb mit 405 000 statt einst 100 000 Euro zu Buche.

Straße soll nächstes Jahr gebaut werden

Soviel zur Vorgeschichte. Im Ortsrat Ehmen-Mörse herrschte jetzt allerdings eitel Freude, als Jürgen Ballmann, Abteilungsleiter im Geschäftsbereich Straßenbau und Projektkoordination mitteilte, dass mittlerweile alle Grundstückskäufe abgeschlossen seien, mit den weiteren Projektplanungen also begonnen werden könne. Wo aktuell noch die Umgehung Richtung Bockhorst scharf abbiegt und die Geradeausfahrt durch Poller verstellt ist, soll voraussichtlich schon im nächsten Jahr die 6,50 Meter breite Straße rund 1,6 Kilometer hinunter ins Dorf führen.

Und sie soll Verkehrsteilnehmer, darunter eine Menge Pendler aus dem Westen, motivieren, nicht mehr quer durch Ehmen zu fahren, wo mindestens fünf Ampelanlagen und nahezu auf der ganzen Strecke Tempo 30 drohen. Über die neue Umgehung könnten Autofahrer beispielsweise aus Richtung Wettmershagen über die Straße „Am Kerksiek“ erheblich schneller zum Kreisel der Herzogin-Clara-Straße/Salzwedeler Straße gelangen.

Debatte über viel befahrenen Feldweg

Im Zuge der Umgehung allerdings gibt es einen neuralgischen Punkt, der im Ortsrat intensiv diskutiert wurde: Mitten in der jetzigen Feldmark gibt es einen stark frequentierten Wirtschaftsweg, der aus Richtung Ehmen nach Fallersleben führt. Schulkinder und Badbesucher nutzen ihn ebenso wie Radwanderer und viele andere mehr. Die Verwaltung plant, die Straßenquerung durch eine Bedarfsampel zu sichern.

Aus dem Ortsrat kamen schon jetzt bedenken, dass dies nicht ausreichen könnte. „Man sollte eventuell rechtzeitig über eine Unterführung nachdenken“, meinte Reinhold Höfs (CDU). Ortsbürgermeister Peter Kassel (ebenfalls CDU) allerdings warnte: „Bloß nicht schon jetzt das Projekt durch Bedenken verzögern.“ Ingolf Viereck (SPD) hofft jedenfalls bald auf eine fühlbare Entlastung der Ehmer Straßen. „Man müsse nur die Autofahrer motivieren, die neue Umfahrt auch zu nutzen.“

Von Burkhard Heuer

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