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Fallersleben Glasfaserausbau stockt, dafür gibt es eine E-Ladesäule vor Edeka in Ehmen
Wolfsburg Fallersleben

Ehmen Mörse: Glasfaserausbau stockt, dafür gibt es eine E-Ladesäule vor Edeka

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12:00 28.11.2020
Glasfaserausbau: Auch im Ortsratsgebiet Ehmen und Mörse ist das Projekt ins Stocken geraten.
Glasfaserausbau: Auch im Ortsratsgebiet Ehmen und Mörse ist das Projekt ins Stocken geraten. Quelle: privat
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Ehmen/ Mörse

Der mit großen Erwartungen gepflasterte Weg zur digitalen Stadt weist in einigen Bereichen Wolfsburgs noch immer ärgerliche Holperstrecken auf. Speziell in den Ortsteilen Ehmen und Mörse kommt der Ausbau des Glasfasernetzes offenbar nur schleppend, teilweise gar nicht voran. Von der WobCom, Tochter der Stadtwerke Wolfsburg, und der Verwaltung selbst wollte der Ortsrat in seiner Sitzung Neues über den digitalen Fortschritt vor Ort hören.

Thomas Schulz, Leiter von Kundenservice, und Dalibor Dreznjak (beide Wobcom) sowie Dr. Sascha Hemmen (Referat Digitalisierung und Wirtschaft der Stadt) referierte zunächst allgemein über den Stand des schnellen Internets. An der bisher verlegten Glasfaserstrecke seien mittlerweile 70 Prozent der Haushaltungen in Wolfsburg angeschlossen. Das sei zufriedenstellend.

Glasfaserausbau: Kosten sind kontinuierlich gestiegen

Die Zukunft allerdings steht in den Sternen, denn die rund 60 Millionen Euro der ursprünglich geplanten Investitionen sind mit dem Baubeginn des schnellen Netzes für Vorsfelde Nord aufgebraucht. Einer der Gründe dafür: Die Baukosten sind kontinuierlich gestiegen, so dass die Kalkulationen von 2017 längst nicht mehr den aktuellen Realitäten entsprächen.

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Die Zukunft des Netzes unter anderem für Ehmen und Mörse liegt damit in einem sogenannten grauen Bereich, der Förderungsmittel von Bund und Länder erfordert. Hier laufen gegenwärtig die Anträge. Wolfsburg stehe darüber hinaus in Kontakt mit namhaften Anbietern und Investoren. „Wir sind dabei uns Partner ins Boot zu holen“, sagte Dr. Hemmen. Stellvertretender Ortsbürgermeister Frank Hocke (parteilos) schlug zudem vor, für statt der kostenintensiven Glasfaserverbindungen als Alternative zukünftig 5 G anzubieten. Bernd Rieseler(CDU) gab seiner Verwunderung Ausdruck: „Was ist aus den Versprechungen geworden, Ehmen und Mörse flächendeckend mit schnellem Netz zu versorgen?“

Flexible E-Ladesäule an der Braunschweiger Straße: Solch eine Station wird wohl auch vor dem Edeka in Ehmen aufgestellt. Quelle: Roland Hermstein

Etwas erfreulicher dann die Kenntnisgabe von Sascha Hemmen zur Versorgung der Stadt mit Energie für E-Autos. Er erinnerte an das Geschenk von Volkswagen, für zehn Millionen Euro Ladeinfrastruktur zu schaffen. Nun sei man dabei, an gut frequentierten Punkten flexible Ladesäulen zu installieren. Standorte werden getestet, Neuland und GEW seien mit ins Boot geholt worden. Der Standort Edeka Fechner sei für eine flexible Ladestation vorgesehen. In zehn bis 30 Minuten kann das E-Fahrzeug hier „vollgetankt“ werden.

Von Burkhard Heuer