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Fallersleben Borkenkäfer frisst den Wald rund um Fallersleben
Wolfsburg Fallersleben Borkenkäfer frisst den Wald rund um Fallersleben
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00:17 26.03.2019
Die Forstbetriebsgemeinschaft Fallersleben traf sich jetzt im Gasthaus Evers in Isenbüttel.
Die Forstbetriebsgemeinschaft Fallersleben traf sich jetzt im Gasthaus Evers in Isenbüttel. Quelle: Ron Niebuhr
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Fallersleben/Isenbüttel

Auf eine „turbulente Saison mit viel Sonne, vielen Borkenkäfern und vielen Eichenprozessionsspinnern“ blickte jetzt die Forstbetriebsgemeinschaft Fallersleben um Dirk Schütte zurück. Deren Mitglieder versammelten sich im Gasthaus Evers in Isenbüttel.

Förster: 8800 Festmeter Holzeinschlag

Bezirksförster Ingo Delion bezifferte den Holzeinschlag im Jahr 2018 mit 8800 Festmetern auf den Flächen der Forstbetriebsgemeinschaft. Dazu kamen 2000 Festmeter auf Nichtmitgliedsflächen, mit denen man kooperiert. Rund 90 Prozent des Holzeinschlags seien auf Windwurf und Borkenkäfer zurückzuführen, sagte Delion. Aber immerhin 80 Festmeter Eichenholz waren von so hoher Qualität, „dass wir es in eine Auktion geben konnten“. Die Mitgliedsflächen sind übrigens um 18 Hektar auf 2490 gewachsen.

Borkenkäfer: Die Schädlinge machen dem Wald zu schaffen. Quelle: dpa

Vom Borkenkäfer waren die Wälder der Forstbetriebsgemeinschaft extrem befallen, vor allem der Hasenwinkel südöstlich von Wolfsburg. „Wir haben schon jetzt starke Flächenverluste an Fichte zu beklagen“, sagte Delion. Und ein Ende der Plage ist nicht absehbar, zumal viele Flächen durch Windwurf vorgeschädigt und somit besonders anfällig für den Borkenkäfer sind.

Borkenkäfer-Befall hat dramatische Folgen

„Der beispiellose Befall durch den Borkenkäfer hat dramatische Folgen“, sagte Eckard Klasen. Der Leiter des Forstamtes Südostheide wies darauf hin, dass man im Grunde noch nicht erntereifes Holz aus den Wäldern holen müsse. Und das tauge oft nur noch für Spanplatten. Man versuche dem Käfer mit Fangholzhaufen beizukommen, ihn komplett zu bekämpfen sei allerdings unmöglich, erklärte Delion: „Uns bleibt daher nur, das befallene Holz immer wieder aus den Wäldern zu räumen. Das ist aber sehr arbeitsintensiv.“

Land Niedersachsen soll Geld zahlen

Schütte rief das Land Niedersachsen auf, den vom Eichenprozessionsspinner geplagten Gemeinden beizustehen. „In Sachsen-Anhalt ist unkompliziert geholfen worden“, sagte er. Das sollte doch im niedersächsischen Teil des Drömlings auch möglich sein. „In Sachsen-Anhalt sind zwei Millionen Euro an die betroffenen Kommunen geflossen. Es kann nicht sein, dass man uns hier allein lässt“, ergänzte Rühens Bürgermeister Karl Urban.

Von Ron Niebuhr