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Fallersleben Wirbel um gestutzten Biberdamm
Wolfsburg Fallersleben Wirbel um gestutzten Biberdamm
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20:00 31.05.2019
Naturschützer sind besorgt: Antje Schneider mit ihrem Hund Nugget am gestutzten Biberdamm in der Mühlenriede. Quelle: Sebastian Bisch
Fallersleben

Es ist eine echte Idylle an der Mühlenriede. Die Wege nahe des Flüsschens zwischen Fallersleben und Sülfeld sind sehr beliebt bei Spaziergängern und Hundebesitzern. Es ist sogar so schön, dass dort ein Biber lebt und einen Damm in die Mühlenriede gebaut hat. „Jetzt wurde er zerstört“, wundert sich Anwohnerin Antje Schneider. Und mit ihr viele andere Spaziergänger. Statt knapp 50 Zentimeter hoch, ist das ehemals sehr kunstvoll gestapelte Bauwerk aus Ästen nur noch 30 Zentimeter hoch und auseinander gerissen. Die Naturfreunde fragen sich: Ist das erlaubt? Ist es, sagt die Stadt. Es sei eine Maßnahme, um Ehmen vor Hochwasserschäden zu bewahren.

Maßnahme wegen Hochwasserschutz

„In der Mühlenriede war ein Biberdamm die Ursache dafür, dass der Steuerpegel für die Hochwasserschutzanlage Aueteich eingestaut war“, erklärt Monia Meier von der Kommunikation der Stadt. Der zuständige Unterhaltungsverband Oberaller, die Untere Wasser- sowie die Untere Naturschutzbehörde hätten gemeinsam entschieden, dass eine „Herabsetzung des Damms das mildeste Mittel ist, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten und gleichzeitig dem Artenschutz gerecht zu werden“.

Mit der Herabsetzung des Damms um maximal 20 Zentimeter sei gewährleistet, dass die eigentliche Fortpflanzungsstätte des Bibers nicht beeinträchtigt werde, so Monia Meier. Antje Schneider hofft, dass die Maßnahme den Biber nicht vergrault.

Biber sind geschützte Tiere

Die Herabsetzung des Biberdammes hat deutliche Spuren hinterlassen: Abdrücke von schwerem Gerät sind an einer Uferseite der Mühlenriede zu sehen. Spaziergänger waren irritiert und fragten sich, ob die Arbeiten mit dem Umweltschutz vereinbar seien. Denn: Biberdämme dürfen nicht zerstört werden. Wer den Ruhe- und Brutraum eines streng geschützten Tieres wie dem Biber zerstört, begeht eine Straftat. Und das kann richtig teuer werden.

Von Sylvia Telge

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