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Fallersleben Besucher tauchen ein in Hoffmanns Jugendzeit
Wolfsburg Fallersleben Besucher tauchen ein in Hoffmanns Jugendzeit
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20:00 17.03.2019
Spannend: Christina Dykan Andrés (r.) führte Besucher in die Kinder- und Jugendzeit von Hoffmann von Fallersleben. Quelle: Britta Schulze
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FALLERSLEBEN

In die Zeit von Hoffmanns Kindheit und Jugend lud das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum am Sonntagnachmittag ein. Museumsmitarbeiterin Christina Dykan Andrés führte mehr als 30 Interessierte eine Stunde lang durch die Ausstellung und erklärte vor allem die äußeren Umstände, unter denen Hoffmann aufgewachsen war. Und was ihn dazu führte, sich politisch so stark einzusetzen.

„Der Kuckuck und der Esel“ gesungen

Einen „Rundumschlag“ versprach Christina Dykan Andrés und hielt sich auch daran. In gut einer Stunde führte sie anhand eines sehr gut gestrickten roten Fadens durch Hoffmanns Leben. Doch zunächst mussten die Zuhörer mit ran. Hoffmanns Kinderlied „Der Kuckuck und der Esel“ sang man gemeinsam zur Einstimmung. Dann ging es vor allem um das Weltbild zur Zeit von Hoffmann von Fallerslebens Jugend.

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Die Herrschenden setzten sich durch

Und da war einiges: Das Ende des Heiligen Römischen Reichs, Napoleons Herrschaft über Europa, die Gründung des Deutschen Bunds. Auch befand man sich mitten in der Romantik, nicht lange nach dem Sturm und Drang. Auch waren die Deutschen plötzlich auf der Suche nach einer nationalen und kulturellen Identität. Vieles war im Aufbruch, Hoffmann war begeistert, doch die Herrschenden setzten den Status Quo durch.

Hoffmann wurde zur unerwünschten Person

Als die Gebrüder Grimm, neben August Heinrich Hoffmann so ziemlich die ersten Germanisten überhaupt, wegen Protests gegen die Willkür Ernst Augusts aus dem Fürstentum Hannover verwiesen werden, platzte dem Dichter endgültig der Faden. Mit seinem Büchlein „Unpolitische Lieder“ machte er sich selbst zur unerwünschten Person.

Christina Dykan Andrés brachte all dies anhand der Ausstellung lebhaft herüber. Die Zuhörer lauschten ihr gebannt von der ersten bis zur letzten Minute.

Von Robert Stockamp