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Fallersleben Almker und Neindorfer surfen jetzt schneller im Internet
Wolfsburg Fallersleben Almker und Neindorfer surfen jetzt schneller im Internet
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20:13 21.05.2019
Glasfaserausbau abgeschlossen: In Almke, Neindorf und Ilkerbruch können Nutzer schneller surfen.
Glasfaserausbau abgeschlossen: In Almke, Neindorf und Ilkerbruch können Nutzer schneller surfen.
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Almke

Der Ausbau des Wolfsburger Glasfasernetzes schreitet voran: In Almke, im Ilkerbruch und in Teilen von Neindorf hat die Stadt jetzt die Leitungen verlegen lassen, nun schaltet Anbieter Wobcom schrittweise die Hochgeschwindigkeitsverbindungen ins Internet frei.

1060 Haushalte und 78 gewerbliche Abnehmer mit Glasfaserleitungen versorgt

Den ersten Kunden stehe das schnelle Internet ab sofort zur Verfügung, sagte Stadtwerke-Sprecher Dalibor Dreznjak am Dienstag bei einem Pressetermin in Almke. Insgesamt seien mit der jüngsten Maßnahme 1060 Haushalte und 78 gewerbliche Abnehmer mit Glasfaserleitungen versorgt worden. „Ihnen stehen jetzt mindestens 50 Mbit pro Sekunde und bis zu einem GBit pro Sekunde zur Verfügung“, betonte Dreznjak. Im Ilkerbruch seien bereits alle beteiligten Haushalte im Glasfasernetz, in Almke hätten die ersten Kunden losgelegt, in Neindorf könnten die ersten Kunden im Juni starten.

Glasfasernetz: Der Ausbau schreitet auch in Wolfsburg voran. Quelle: dpa

Radweg nach Hehlingen und Anschluss ans Glasfasernetz erreicht

Gekostet hat die rund einjährige Baumaßnahme 4,5 Millionen Euro. „50 Prozent hat das Bundesverkehrsministerium bezahlt, weitere 25 Prozent das Land“, erklärte Ralf Sygusch, Leiter des Referats für Strategische Planung, Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Wolfsburg. Diese Förderung gebe es nur für netzschwache Regionen, sogenannte „weiße Flecken“. Für den Almker Ratsherren Joachim Sievers ein Segen: „Jetzt ist Almke an die große weite Welt angeschlossen.“ Für ihn seien zwei politische Ziele erreicht: der Radweg nach Hehlingen und Anschluss ans Glasfasernetz.

Bis 2021 sollen alle Wolfsburger Haushalte mit Glasfaser versorgt werden

Die Stadtwerke halten an ihrem großen Ziel fest: Bis 2021 sollen alle Wolfsburger Haushalte mit Glasfaser versorgt werden. Das werde allerdings nicht leicht, betonte Dalibor Dreznjak: „Unser Budget ist fast erschöpft. Deshalb schielen jetzt alle zum Bund und warten auf weitere Fördermöglichkeiten.“ Aktuell laufe der Glasfaserausbau in Fallersleben und Vorsfelde – „wenn wir dort fertig sind, werden wir über 50 Prozent von Wolfsburg mit Glasfaser versorgt haben“, betonte Dreznjak.

Der Vorteil der schnellen Glasfaserleitungen gegenüber herkömmlichen Leitungen: Jeder Anschluss bezieht 100 Prozent Leistung – aktuelle Anschlüsse müssen sich oft mehrere Haushalte teilen, das verringert Leistung und Geschwindigkeit pro Haushalt.

Aber: Oft seien die Baumaßnahmen kompliziert, erklärte Hans-Peter Schöne, Projektleiter der BIB TECH GmbH. „Und es wird zunehmend schwieriger, geeignete Baufirmen zu finden.“ Denn: Deren Auftragsbücher seien wegen des Baubooms randvoll.

Von Carsten Bischof