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Fallersleben Ärger um neue Naturschutzregeln für den Ilkerbruch
Wolfsburg Fallersleben Ärger um neue Naturschutzregeln für den Ilkerbruch
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15:00 12.07.2019
Idyllisch, aber umstritten: Im Ilkerbruch prallen derzeit verschiedene Vorstellungen von Naturschutz aufeinander. Quelle: Gero Gerewitz
Ilkerbruch

Die Stadt Wolfsburg möchte mehrere Naturschutzgebiete zu einem großen NaturschutzgebietBarnbruchwiesen und Ilkerbruch“ zusammenfassen und einheitliche Regeln dafür festlegen. Die Jägerschaft kritisiert jedoch Teile der neuen Verordnung, und auch die CDU Fallersleben stemmt sich nach Kräften gegen den Naturschutzplan.

Politiker befürchten „Wertverlust“ für Eigentümer

Der Entwurf stammt laut CDU-Politiker André-Georg Schlichting aus dem Ausschuss für Bürgerdienste, Energie und Umwelt sowie Feuerwehren. Dort sei er jedoch lediglich als „Kenntnisgabe“ vorgelegt worden. Das kritisiert auch Parteikollege Hennig Ernst: „Wir finden, dass insbesondere die Besitzer der Flächen direkt über die geplanten Veränderungen in Kenntnis gesetzt werden müssen, da diese einen Wertverlust ihrer Flächen mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kauf nehmen müssen.“ Anfang der Woche trafen sich deshalb Politiker, Anrainer und Jäger, um über den Entwurf der Stadt zu diskutieren.

Versammlung will notfalls gegen Verordnung klagen

Die CDU-Politiker befürchten zum Beispiel, dass Eigentümer ihre Grundstücke nicht mehr so entwässern und pflegen dürfen wie bislang. Die Eigentümer, Anlieger, Jäger und Bürger aus der Versammlung hätten daher in gemeinsamer Empörung mit den Politikern eine ganze Reihe Eingaben und Änderungswünsche beschlossen und seien „bereit, gegen diese Verordnung, sollte sie so beschlossen werden, rechtlich vorzugehen.“

An den bisherigen Regeln ändert sich gar nicht so viel

Dabei ist die „Unterhaltung rechtmäßig bestehender Entwässerungseinrichtungen“ in der Verordnung explizit erlaubt. Auch sonst heißt es dort zur weiteren Nutzung des Areals: „Freigestellt ist die Unterhaltung und Nutzung der rechtmäßig bestehenden Anlagen und Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang.“ Übersetzt: Für Eigentümer und andere Nutzungsberechtigte ändert sich erstmal wenig. Und dass im neu zusammengefassten Naturschutz Hunde an der Leine geführt werden müssen, Reiter sich an die Wege halten sollen und Autos und Wasserfahrzeuge dort nichts verloren haben, ist auch keine Überraschung – zumal es für Jäger, Förster und Landwirte auch hier eine Reihe von Ausnahmen gibt.

Storchennest im Ilkerbruch: Rund um Brutstellen von Großvögeln soll bald nicht mehr gejagt werden dürfen. Quelle: Gero Gerewitz

Dennoch ist auch Jägervorstand Ralf Schräder nicht ganz glücklich. Denn: Tritt die neue Verordnung in Kraft, darf in einem 300-Meter-Umkreis um Brutstellen von Störchen, Uhus, Milanen und anderen Großvögeln bald nicht mehr gejagt werden. „Das sind mehr als 20 Hektar, die dann nicht mehr bejagt werden dürften“, schätzt Schräder. Er kann sich nicht vorstellen, wie die Jäger dann noch die Nutrias und das Schwarzwild in Schach halten – und somit auch gegen die afrikanische Schweinepest vorbeugen – könnten.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Doch bei aller Kritik sieht er den Entwurf gelassener als die Ortsratspolitiker der CDU. Er weiß: Bis aus dem Entwurf eine gültige Verordnung wird, haben noch einige Interessengruppen ein Wort mitzureden. Bis dahin wollen die Jäger nicht nur einige Passagen ändern, sondern die Naturschutzverordnung sogar um einen Punkt erweitern. Sie fordern: Im NaturschutzgebietBarnbruchwiesen und Ilkerbruch“ sollen Wiesen erst gemäht werden dürfen, wenn sie vorher auf Bodenbrüter und Rehkitze abgesucht wurden.

Von Frederike Müller

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