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Weihnachtszeit in Wolfsburg 2019 Große Unterschiede: Hier gibt es in Wolfsburg Weihnachtsbäume
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17:02 12.12.2019
Augen auf beim Weihnachtsbaumkauf: Von Stand zu Stand und Baum zu Baum gibt es einige Unterschiede. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Nordmanntanne oder Blaufichte? Ungespritzt oder ohne Krabbeltiere? Handlich oder deckenhoch? Perfekt gewachsen oder liebenswert schief? Wer sich einen Weihnachtsbaum zulegen will, hat die Qual der Wahl. In Wolfsburg haben die Händler unterschiedliche Angebote und Strategien. Die WAZ stellt einige von ihnen vor.

Pfadfinder verkaufen für den guten Zweck

Eine ziemlich große Auswahl gibt es bei den Pfadfindern in der Laagbergstraße auf Höhe der Kreuzkirche. Der Trend geht allerdings auch hier zur Nordmanntanne. „Blaufichten hingegen sind sehr stachelig und werden eher von Katzenbesitzern und Eltern kleiner Kinder gekauft. Die gehen da ein Mal ran – und dann nie wieder“, weiß Therese Zimkowsky, die hier verkauft.

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Wo und welche Bäume es zu kaufen gibt, zeigt die Bildergalerie

Stadtmitte, Vorsfelde, Fallersleben, Hehlingen: Überall können Wolfsburger gerade Tannenbäume kaufen. Die Bäume und Angebote unterscheiden sich dabei stark.

Die Wahl des Baumes hänge aber auch vom Schmuck ab. Früher, als mehr echte Kerzen und große Kugeln zum Einsatz kamen, war sogar die Kiefer ein beliebter Baum, berichtet Zimkowsky. Denn bei Kiefern lagen die Zweigreihen weiter auseinander und boten mehr Platz für Zierrat.

Eine 1,80 Meter große Nordmanntanne kostet bei den Pfadfindern etwa 43 Euro. Die Bäume kommen ausschließlich aus zwei Schonungen in Norddeutschland und sind nicht mit Pestiziden behandelt. Der Stand wird außerdem ehrenamtlich betrieben, der Erlös fließt in die Kinder- und Jugendarbeit in Wolfsburg. Für fünf Euro liefern die Pfadfinder die Bäume auch bis ins Wohnzimmer.

Weihnachtsbäume aus Grafhorst

Einen noch kürzeren Transportweg als die Pfadfinderbäume haben nur die Tannen, die Susanne Wallishauser am Reislinger Markt verkauft. Denn die Bäume kommen aus Grafhorst, wo Wallishausers Vater sie je nach Bedarf schlägt. „Mir weint das Herz, wenn ich am Ende Bäume übrig habe“, erklärt Susanne Wallishauser das Prinzip. Die Preise sind ähnlich wie bei den Pfadfindern, und auch hier sind die Bäume nicht mit Chemikalien behandelt.

Dafür hat Wallishauser nur zwei Sorten im Angebot: Nordmann und Nobilis. „Nobilis ist noch hochwertiger als die Nordmanntanne und nadelt überhaupt nicht“, so die Verkäuferin. Für Gestecke bietet sie auch reines Tannengrün von den Nobilis-Bäumen an.

Kostenlose Lieferung bei Gärtnereibäumen

In Hehlingen verkauft die Gärtnerei Schliebener Nordmanntannen in zwei Preisklassen: Die „Premium“-Variante ist dichter gewachsen und kostet rund 50 Euro bei einer Größe von 1,80 Metern. Ein gleich großes „Standard“-Bäumchen liegt bei etwa 35 Euro. Die Bäume kommen zwar nicht aus Wolfsburg, sondern aus der Eifel. Dafür werden sie kostenlos zum Kunden geliefert. Und am Samstag, 14. Dezember, gibt es zwischen 10 und 13 Uhr gratis Bratwurst und Glühwein für die Käufer.

Pflegetipps für den Weihnachtsbaum

Mit der richtigen Pflege bleibt der Tannenbaum lange hübsch, weiß Martina Schliebener von der gleichnamigen Gärtnerei in Hehlingen. „Je kühler der Ort, desto länger halten die Nadeln“, erklärt sie. Wer den Baum noch nicht gleich reinholt, sollte ihn übrigens schon draußen in einen Eimer Wasser stellen.

Beim Auspacken schont es die Zweige, das Netz von unten nach oben aufzuschneiden. Außerdem sollte man unten noch eine dünne Scheibe vom Stamm abschneiden, rät Schliebener. Mit der frischen Schnittstelle kann der Baum besser Wasser ziehen.

Im Wohnzimmer sollte der Baum feucht gehalten und der Ständer alle paar Tage mit Wasser aufgefüllt werden. „Außerdem sollte der Baum nicht zu nah an Heizung oder Kamin stehen“, mahnt Schliebener.

Baumarkt bietet niedrige Preise

Nur etwa halb so teuer sind die Bäume mitunter im Baumarkt zu finden, zum Beispiel im Hagebaumarkt in Vorsfelde. Eine 1,80-Meter-Nordmanntanne kostet hier zwischen 20 und 23 Euro. Das sei schon mehr als im Vorjahr, erklärt Verkäuferin Bianka Wolff. „Die letzten zwei Jahre Trockenheit machen sich im Preis bemerkbar.“ Filialleiter Michael Steiner beobachtet übrigens einen Trend beim Weihnachtsbaumkauf: „Die Leute stellen ihre Bäume oft jetzt schon auf und dekorieren sie. Dafür halten die Tannen dann nicht unbedingt bis zum 6. Januar durch.“

Pro Saison verkauft der Baumarkt gut 2000 Bäumchen. Um noch mehr Kunden anzulocken, gibt der Markt jedem Käufer einen 5-Euro-Einkaufsgutschein obendrauf. Der gilt allerdings erst ab Januar.

Weihnachtsbäume sogar im Supermarkt

Inzwischen gibt es Weihnachtsbäumchen aber auch in vielen Supermärkten. Zum Beispiel bei Rewe in der Georg-Friedrich-Händel-Straße in Fallersleben, wo jeder Käufer eine Flasche Glühwein zum Kauf dazubekommt. Eine Nordmanntanne von 1,80 Metern kostet hier rund 30 Euro. „Zum Ende des Jahres haben wir meist nur ein oder zwei Bäumchen übrig“, sagt Filialleiter Alen Kuljici.

Von Frederike Müller