Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Thema des Tages „Wir dürfen das nicht vergessen“
Thema Specials Thema des Tages „Wir dürfen das nicht vergessen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:03 05.08.2019
Waldbrandkatastrophe 1975: In diesem Fahrzeug kamen Feuerwehrmänner ums Leben. Quelle: Hubert Möller
Meinersen

1975 wütete eine der größten Waldbrandkatastrophen in Deutschland. Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem ganzen Bundesgebiet waren im Einsatz. Zwischen Leiferde und Meinersen starben fünf Feuerwehrmänner in den Flammen – drei stammten aus Fallersleben und zwei aus Hohenhameln.

Auch heute noch erinnert die Feuerwehr an dieses traurige Ereignis. Jahr für Jahr treffen sich rund 200 Feuerwehrleute – darunter auch zahlreiche junge Brandschützer und Kommunalpolitiker – an der Gedenkstätte nahe der B 188 im Wald bei Meinersen stets am 10. August zum stillen Gedenken und zur Kranzniederlegung. Laut Kai Ludolf, Ortsbrandmeister in Meinersen, treffen sich die Teilnehmer in diesem Jahr am Samstag, 10. August, um 18 Uhr am Feuerwehrhaus Meinersen. Gemeinsam geht es von dort weiter zur Gedenkstätte. Die Feier dort beginnt um 18.30 Uhr. Im Anschluss sind laut Ludolf Gespräche vorgesehen, dabei bietet die Feuerwehr Meinersen Stärkung vom Grill an.

Besonders auch die jungen Feuerwehrleute legen laut Ludolf Wert darauf, mit ihrer Teilnahme an der Gedenkfeier an die Brandkatastrophe zu erinnern. Bei vielen von ihnen gehörte laut dem Ortsbrandmeister der Vater oder der Großvater zu den Brandbekämpfern von damals. „Sie identifizieren sich damit“, sagt er und die jungen Leute seien überzeugt: „Wir dürfen das nicht vergessen.“

Fünf Feuerwehrmänner starben damals in dem Inferno, drei von ihnen stammten aus Fallersleben und zwei aus Hohenhameln. Auch die Fallerslebener erinnern Ludolf zufolge jedes Jahr am 10. August „ein bis zwei Stunden vor unserer Gedenkfeier“ an die Verstorbenen. „Im Anschluss kommen sie dann – ebenso wie Brandschützer aus Hohenhameln – nach Meinersen, um dort an der Kranzniederlegung teilzunehmen“, berichtet er weiterhin.

„Die große Brandkatastrophe wütete vom 8. bis 12. August 1975 im Kreis Gifhorn“, erinnerte der damalige Einsatzleiter, Kreisbrandmeister Heinrich Weichsler, im Jahr 2005 während der Gedenkfeier an die Katastrophe. Es hatte monatelang nicht geregnet, die Temperaturen lagen bei 30 Grad. In vielen Wäldern lag Bruchholz – Überreste eines Orkans im Jahr 1972. Dazu kam ein Wind, der Glutnester immer wieder entfachte.

Erst der Einsatz von 22 700 Helfern von Feuerwehr und Bundeswehr mit 3 720 Fahrzeugen und 14 Hubschraubern brachte das Feuer unter Kontrolle.

Von Hilke Kottlick

Waldbrandkatastrophe 1975: Jürgen Bosch – damals 20 Jahre – erinnert sich. Es gab kein Telefon, kein Handy, kaum Funk, keine wasserführenden Fahrzeuge. Aber es gab Hilfe – von fremden Wehren und vielen Einwohnern.

05.08.2019

Die Zahlen sind erschreckend und eigentlich kaum zu glauben: 18 Millionen Tonnen Lebensmittel wandern in Deutschland jedes Jahr unverbraucht in den Müll. Nach Berechnungen des Landwirtschaftsministeriums schmeißt jeder Deutsche jährlich 82 Kilo Lebensmittel einfach weg – umgerechnet sind das ungefähr 235 Euro, die wortwörtlich für die Tonne sind. Wie ist ihre Wertschätzung für Lebensmittel?

03.08.2019

Seit 2017 gibt es die Initiative foodsharing auch in Wolfsburg. „Wir haben damals mit 60 Leuten angefangen“, erinnert sich Anna-Maria Spezia Kaiser, die 2018 den Botschafterposten übernahm. Heute hat der Wolfsburger Ableger 276 Mitglieder.

03.08.2019