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Thema des Tages Streuobstwiesen: So wertvoll sind sie
Thema Specials Thema des Tages Streuobstwiesen: So wertvoll sind sie
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06:00 07.08.2019
Ein Kleinod in Wasbüttel: Bernd Markert zeigt die Vielfalt der Obstsorten auf der Nabu-Streuobstwiese. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

„Seit 1988 ohne Pestizide, Herbizide, Fungizide und sonstige Gifte! Unser 280 Hochstammbäume dürfen einfach leben.“ Nur wenige Meter hinter dem Eingang zur Streuobstwiese des Nabu in Wasbüttel gibt es unmissverständlich den ersten Aufklärungsunterricht, was hier vor dem Auge des Betrachters liegt – Natur pur. Natur, die sich frei entfalten darf, wo Menschenhand minimalst hilft. „Das sind 2,6 Hektar“, sagt Bernd Markert, erster Vorsitzender. Stolz fügt er hinzu: „Das dürfte in Niedersachsen eine der größten Streuobstwiesen sein.“

Die Wiese wurde 1988 angelegt, seit 1994 ist Markert aktiv dabei. Die Motivation des Wasbüttlers. „Ich komme aus dem Bereich Ernährungswissenschaft und Chemie. Ich habe mir gedacht: So kann das nicht weiter gehen mit der Umwelt.“ Da lag das Engagement auf der Streuobstwiese auf der Hand. Es geht um die Rückkehr zu alten, traditionellen Obstsorten, die Pflege eines Kulturgutes. Das braucht Zeit und Geduld. Als er sich an sein erstes Blütenfest erinnert, schmunzelt er. „Da sah man hier so gut wie nichts.“ Heute sind die Bäumchen von damals stattliche Bäume, mal krumm und schief gewachsen, mal kerzengerade. Vielfalt ist Trumpf. „Mehr als 100 Sorten haben wir hier.“ Das Gros sind Äpfel. Aber auch Mirabellen, Zwetschgen und Quitten wachsen hier.

Streuobstwiesen sind für alle da: Manche nutzen die Naturfläche für einen Spaziergang, andere helfen mit bei der Ernte. In Wasbüttel lieben Alt und Jung Events wie das Mostfest.

Raus aus der Nische heißt auch in Wasbüttel das Motto. Und das zeigt Wirkung. Mit Blick auf die Trampelpfade auf dem offenen Gelände sagt Markert: „Die Leute nutzen das, auch als Naherholungsgebiet.“ Andere kommen, um mal wieder in Ruhe Vogelgezwitscher zu hören.

Umliegende Schulen haben auch entdeckt, wie wertvoll das Kleinod ist. Regelmäßig kommen Lehrer mit Schülern. „Manche haben gar keine Beziehung mehr zur Natur.“ Umso wichtiger, dass der Nabu auch Insektenhotels und Blühstreifen angelegt hat, damit der Nachwuchs lernt, wie Natur tickt.

Gerade ist der Lerneffekt, welche Folgen lang anhaltende Trockenheit hat. „Die Quitten stört das gar nicht. Und im letzten Jahr waren die Äpfel zwar kleiner, dafür aber umso süßer.“ Auch in diesem Jahr wird der Nabu wieder den Großteil der Äpfel zu Saft verarbeiten – und das garantiert ohne Pestizide und sonstige Gifte.

Von Andrea Posselt

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