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Thema des Tages Fachkräftemangel macht sich auch in Schwimmbädern bemerkbar
Thema Specials Thema des Tages Fachkräftemangel macht sich auch in Schwimmbädern bemerkbar
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06:09 16.07.2019
Schwimmbad „P3“ in Peine: In Spitzenzeiten sucht das Bad zusätzliche Rettungsschwimmer, was zunehmend schwierig wird. Quelle: Antje Ehlers
Gifhorn/Peine/Wolfsburg

Vielerorts wird es immer schwieriger, Nachwuchs für den Beruf des Schwimmmeisters zu gewinnen. Manche Bäder in Deutschland müssen aufgrund des Personalmangels ihre Öffnungszeiten verändern oder zeitweise den Betrieb einstellen. Auch in der Region macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar. Rücksichtslose Besucher erschweren die Arbeit in den Schwimmbädern zusätzlich.

Der Fachkräftemangel sei auch im Bäderbereich spürbar

Die Stadtwerke Peine als Betreiber des Schwimmbads „P3“ setzen in Spitzenzeiten zusätzliche Rettungsschwimmer zur Unterstützung des Stammpersonals ein. „Das allein stellt uns oft schon vor große Herausforderungen“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Petra Kawaletz. Der Fachkräftemangel sei auch im Bäderbereich spürbar, auch wenn es derzeit keine unbesetzten Stellen gebe. Im vergangenen Winter habe das Bad einmal kurzfristig für ein Wochenende schließen müssen. Der Grund dafür war die bundesweite Grippewelle, von der auch Mitarbeiter des P3 betroffen waren.

Sinkende Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze

In Wolfsburgs Schwimmbädern konnten in den vergangenen Jahren alle unbefristeten Stellen wiederbesetzt werden, ebenso im Sport- und Freizeitbad Allerwelle in Gifhorn. „Grundsätzlich ist aber auch in diesem Tätigkeitsbereich bundesweit von einem Fachkräftemangel zu sprechen“, bestätigt Wolfsburgs Stadtsprecherin Elke Wichmann. Spürbar sei dies etwa durch sinkende Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze.

Wolfsburgs Stadtsprecherin Elke Wichmann Quelle: Stadt Wolfsburg

Regeln und Anweisungen werden nicht akzeptiert

Nicht nur Nachwuchssorgen plagen die Schwimmbäder. „Was wir in unserem Bad beobachten, ist, dass einige Gäste zunehmend respektlos gegenüber unserem Personal und rücksichtslos gegenüber anderen Badegästen auftreten“, sagt die Peiner sagt Stadtwerke-Sprecherin Kawaletz. Regeln und Anweisungen werden ihr zufolge immer weniger akzeptiert und eingehalten. Dieser Trend erschwere die Arbeit der Mitarbeiter, die für die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Gäste verantwortlich seien.

Ein gravierender Anstieg dieser Vorfälle sei aber nicht festzustellen

Auch in den Wolfsburger Freibädern ist laut Stadtsprecherin Wichmann zu beobachten, „dass einige Gäste Fehlverhalten zeigen und entsprechenden Hinweisen der Mitarbeiter nicht nachkommen wollen“. In der Allerwelle in Gifhorn gibt es laut Geschäftsführer Bernd Jendro in der Freibadsaison „hin und wieder Unstimmigkeiten zwischen dem Schwimmmeisterteam und den zumeist jugendlichen Badegästen“. Ein gravierender Anstieg dieser Vorfälle sei aber nicht festzustellen. Anders als in Wolfsburg sei bislang kein Sicherheitsdienst eingesetzt worden.

Von Florian Heintz

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