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Thema des Tages „Pro Quadratmeter eine Stunde im Jahr“
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10:46 09.08.2019
„In den letzten Jahren mehr jüngere Interessenten“: Joachim Roemer kennt die Entwicklungen in Kleingartenanlagen. Quelle: Burkhard Balkenhol
Wolfsburg

Joachim Roemer ist Präsident des Landesverbands Niedersächsischer Gartenfreunde. In den letzten Jahren beobachtet er, dass zunehmend junge Leute sich einen Kleingarten zulegen – und auf Bio-Anbau achten.

Herr Roemer, wie kann ich mir den typischen Kleingärtner vorstellen?

Kleingärtner sind ganz unterschiedlich, und auch vom Alter her sind die Vereine eigentlich gut durchmischt. Aber es gibt in den letzten Jahren mehr jüngere Interessenten, insbesondere Familien mit Kindern. Und gerade sie haben meist ein besonderes Interesse an selbst angebautem Bio-Obst und -Gemüse.

Vielleicht passt das zur aktuellen Umweltschutzbewegung und den jüngsten Wahlergebnissen …

Möglich. Auf jeden Fall beobachten wir, dass die Kleingärtner kaum noch chemische Pflanzenschutzmittel verwenden und Rücksicht auf Insekten und andere Nützlinge nehmen – ob sie nun Wildpflanzen stehen lassen, eigene Blühwiesen aussäen, offene statt gefüllte Blüten bevorzugen oder sogar Insektenhotels aufstellen.

Gibt es noch andere Trends in den Kleingärten?

„Trends“ würde ich es nicht nennen, aber man kann schon sagen, dass die Palette an angebauten Pflanzen immer größer wird. Heute sind sind es nicht mehr immer Kartoffeln und Erdbeeren, sondern auch mal zum Beispiel Mangold oder asiatische Gemüse und Salate. Und manch einer versucht anzupflanzen, was er im Urlaub im Süden gesehen hat. Dank Klimawandel dürfte einiges davon in Zukunft auch funktionieren …

Wie viel Zeit muss ich einplanen, wenn ich einen Kleingarten pachten möchte?

Pro Quadratmeter eine Stunde im Jahr. Bei durchschnittlich 300 bis 400 Quadratmeter pro Parzelle ist das eine ganze Menge Zeit. Man muss schon jedes Wochenende da sein.

Worauf muss man noch achten, wenn man auf der Suche nach einem eigenen Kleingarten ist?

Am besten guckt man sich mehrere Anlagen an. Manche Vereine legen sehr viel Wert auf perfekt gepflegte Gärten, bei anderen darf es schon etwas naturnäher und rustikaler sein. Man sollte sich eine Anlage aussuchen, die zu den eigenen Vorstellungen passt.

Von Frederike Müller

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