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Sotschi 2014 Höfl-Riesch führt das deutsche Team an
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16:52 06.02.2014
Maria Höfl-Riesch soll am Freitag bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sotschi die deutsche Fahne tragen. Quelle: dpa
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Sotschi

Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch ist es also geworden: Die Sportlerin aus dem bayerischen Miesbach wird das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier am Freitag ins Fischt Olympic Stadium von Sotschi führen. Die 29 Jahre alte Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver wurde am Donnerstag zur Fahnenträgerin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ernannt. Das gaben DOSB-Präsident Alfons Hörmann und Generaldirektor Michael Vesper im Deutschen Haus bekannt.

Höfl-Riesch ist die zweite Fahnenträgerin aus dem Alpin-Lager nach Hilde Gerg 2002. Bei den letzten Winterspielen 2010 in Vancouver hatte Bobpilot André Lange die deutsche Fahne getragen. Zwei Stunden vor der Verkündung war Höfl-Riesch noch auf der Piste gewqesen und hatte den ersten Trainingslauf für die Abfahrt absolviert. Dabei war sie bester Laune und beschwingt - so, als wisse sie bereits, dass die am Freitagabend als Fahnenträgerin vorangehen wird.

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Claudia Pechstein hält Höfl-Riesch als Fahnenträgerin für eine gute Wahl. "Eine würdige Fahnenträgerin. Ich freue mich für Maria", zitierte Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große die 41-Jährige. Pechstein galt neben Höfl-Riesch und der Biathletin Andrea Henkel als aussichtsreichste Kandidatin. Der DOSB-Präsident Hörmann hatte zuvor betont, Pechstein habe die Entscheidung "absolut positiv", "mit großer Zustimmung" und "ohne jegliche Form von Enttäuschung" zur Kenntnis genommen.

Höfl-Riesch: "Wie im Märchen"

"Olympia, Wahnsinn! Ich freue mich auf jeden Tag hier", sagte Höfl-Riesch fast euphorisch. Ihrem von der Tribüne aus zuschauenden Ehemann Marcus Höfl warf sie Kusshändchen zu. Diese Lockerheit soll nach Doppel-Gold vor vier Jahren in Whistler erneut zu großen Erfolgen führen. "Ich bin sicher noch besser drauf als damals", sagte Höfl-Riesch im Rückblick, "aber das heißt nicht, dass es mehr Medaillen geben wird."

Allerdings: Der Glaube ist da. "Bessere Voraussetzungen und ein besseres Gefühl kann es nicht geben als bei mir. Ich fühle mich fit und gesund, und ich habe Spaß. Wenn es jetzt noch sportlich läuft, ist es wie im Märchen", sagte die 29-Jährige am Donnerstag in Rosa Chutor.

Die Medaillen-Anwärterin in der Königsdisziplin belegte bei der wenig aussagekräftigen Übungsfahrt Platz sechs. Zur Bestzeit der Österreicherin Anna Fenninger fehlten ihr 1,07 Sekunden. Viktoria Rebensburg (Kreuth) kam auf Rang 19. "Ich habe nicht alle Kurven gut erwischt", sagte Höfl-Riesch. Weil der zunächst zu weit führende Zielsprung nach drei Starterinnen abgetragen werden musste, hatten die Athletinnen die Anweisung, vor dieser Stelle zu bremsen.

Die Strecke "Olympic Downhill" aber liegt ihr. "Die Piste ist super. Oben recht knackig, extrem anspruchsvolle Kurven. Das Gelände gefällt mir, es ist eine tolle Strecke und macht Spaß, sie zu fahren", sagte sie. Rebensburg hatte bei traumhaften äußeren Bedingungen unter wolkenlosem Himmel mehr zu kämpfen. "Das war eher ein Runtertasten", sagte die 23-Jährige.

Die Riesenslalom-Olympiasiegerin war 2,17 Sekunden langsamer als Fenninger, die die 2713 Meter lange Strecke in 1:41,73 Minuten bezwang. Obwohl Rebensburg nach überstandener Krankheit wieder "voll belastbar" ist, wie sie meinte, erwägt sie einen Verzicht auf das Rennen am Mittwoch (8.00/11.00 Uhr MEZ/OZ). Die Abfahrt ist die zweite Entscheidung bei den Ski-Rennläuferinnen nach der Super-Kombination am Montag (8.00/12.00 Uhr MEZ, 11.00/15.00 Uhr OZ). Im "Zweikampf" aus Abfahrt und Slalom-Lauf hat Höfl-Riesch die besten Chancen auf Gold.

sid

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