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Sotschi 2014 Klo kaputt, Gardine ab
Thema Specials Sotschi 2014 Klo kaputt, Gardine ab
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16:55 06.02.2014
Von Frerk Schenker
Bei der Innenausstattung in diesem Hotel wurde offenbar ein wenig nachlässig gearbeitet. Quelle: twitter.com/HarryReekie
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Sotschi

Nein, so hatte sich das Russlands Staatschef Wladimir Putin wohl nicht vorgestellt. Eigentlich sollten die internationalen Pressevertreter vom ersten Tag an Positives aus Sotschi berichten. Doch bevor die Olympischen Winterspiele überhaupt eröffnet sind, verbreiten die internationalen Journalisten vor allem Negativschlagzeilen – über ihre Unterkünfte. Ob aus Ermangelung an echten Nachrichten oder nicht, der Kurznachrichtendienst Twitter ist derzeit voll von Bildern und Berichten über kaputte Hotels, defekte Toiletten und ausgefallene Lifte.

So schreibt Shaun Walker, Moskau-Korrespondent des "Guardian", dass in seinem Hotel bereits nach einem halben Tag der Lift ausgefallen sei. "Eine völlige Farce", so Walker, zumal die Tür zu seinem Flur (immerhin eine Feuerschutztür) abgeschlossen gewesen sei. Andere Länder, andere Sitten – diese Erfahrung machte auch Greg Wyshynski, Mitarbeiter von Yahoo Sports, der bei Twitter ein Bild aus einer Toilette postete.

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Stacy St. Clair von der "Chicago Tribune" stellte ein Foto von bräunlich-trübem Wasser online, das in ihrem Hotelzimmer aus den Hähnen kommt. Damit, so hatte man ihr vorher seitens des Hotels geraten, solle sie auf keinen Fall ihr Gesicht waschen – "because it contains something very dangerous".

Ins Grübeln gekommen sind auch Journalisten der "Bild", die in ihrem Hotel in Sotschi die Heizung höher drehen wollten. Das gestaltete sich etwas schwierig, wie sie mit diesem Bild bei Twitter belegten.

Bei der Innenausstattung in diesem Hotel wurde offenbar ein wenig nachlässig gearbeitet, wie CNN-Reporter Harry Reekie twitterte.

Dabei konnte er noch froh sein, überhaupt ein Zimmer bekommen zu haben. Von den elf Zimmern, die CNN gebucht hatte, war am Mittwoch eben nur dieses eine bezugsfertig.

Der BBC-Journalist Kevin Bishop berichtet von präsidialem Empfang in Sotschi. Seine Hotelrezeption verfüge zwar noch nicht mal über einen Fußboden, berichtet er. Dafür stehe aber am Empfang ein Bild von Waldimir Putin.

Mark MakKinnon, Korrespondent für "The Globe and Mail", muss in seinem Hotel sogar ganz auf eine Rezeption verzichten. Wie man dann an seinen Zimmerschlüssel gelangt? Einfach mal im Zimmer des Hotelchefs vorbeischauen.

Nicht minder überrascht dürften auch die Gäste eines Hotels für Medienvertreter sein, in dem Reuters-Fotografin Lucy Nicholson dieses Foto aufnahm. Toilettenbenutzung ohne Trennwand – auch das ist gewöhnungsbedürftig.

Auch außerhalb der Hotels lauern so manche Fallstricke, wie dieser Tweet beweist.

Mit der Eröffnung der Winterspiele am Freitag, so dürften die russischen Offiziellen wohl insgeheim hoffen, soll mit derlei Schlagzeilen dann aber Schluss sein. Schließlich gibt es dann ja auch wieder echte Nachrichten.

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