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Gifhorner Altstadtfest Altstadtfest: So traumhaft war’s
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18:23 25.08.2019
Friedlich und fröhlich: Das 40. Altstadtfest bekommt von allen Seiten Bestnoten. Quelle: Foto: Torben Niehs
Gifhorn

Die Gifhorner können feiern, erst recht beim Altstadtfest: Die Superlative nahmen kein Ende, als am Sonntagnachmittag große Zusammenkunft im Rathaus war, um Bilanz des 40. Gifhorner Altstadtfestes zu ziehen. „Es war ein wunderbares Jubiläumsfest. Meine Erwartungen sind übertroffen worden“, sagte Dr. Klaus Meister. Und der hat genug Vergleichsmöglichkeiten, es war das 29. Altstadtfest unser seiner Regie.

Das 40. Gifhorner Altstadtfest wird als besonderes in die Geschichtsbücher eingehen. Tausende feierten friedlich und fröhlich. Hier einige Impressionen:

Was ihn sichtlich rührte: Weltstar Ingrid Arthur (Ex-Weather Girls) sang Samstag auf der Hauptbühne. Von Betreuung, Ambiente und der großen Menschenmassen sei sie derartig beeindruckt gewesen, dass sie Gifhorn im persönlichen Gespräch in einem Atemzug mit New York nannte und auf „Weltstadt“-Niveau gehoben habe.

„Ein ganz besonderer Spirit“

Drei Tage lang Sonne satt und nur positive Rückmeldungen. Klare Sache, da strahlt auch Bürgermeister Matthias Nerlich überglücklich: „Ich bin topzufrieden.“ Ihre Feuertaufe bestand Sina Duckstein als Veranstaltungsleiterin der Stadt. Sie stimmte mit Meister überein. Beim Altstadtfest herrsche ein „ganz besonderer Spirit“, der ein Gemeinschaftsgefühl widerspiegele.

Kein negativer Ausreißer

Fast schon ein bisschen ungläubig nahmen die vielen Akteure und Helfer in der Runde nach und nach Stellung. Kein negativer Ausreißer, nirgends. Hitze und Alkohol, das sind beste Voraussetzungen für Exzesse, die nicht selten in Prügeleien münden – Oliver Jeromin von der Gifhorner Polizei schwante vor Beginn des Festes gar nichts Gutes, was auf ihn und seine Kollegen zukommt. Am Sonntag dann atmete er auf: „Wir hatten noch nie ein so schönes, ruhiges Altstadtfest.“ Neun Straftaten, neun Ordnungswidrigkeiten – das sei noch weniger als an normalen Wochenenden. Eine kleine Prügelei sei dabei gewesen, jemand mit einem Joint erwischt worden. Aus Sicht der Polizei eher Bagatellen angesichts solcher Menschenmassen.

Nur Hitzebedingte Einsätze

Präsenz zeigte auch die Gifhorner Feuerwehr. Die half einem zehnjährigen Kind, seine Eltern wieder zu finden. Das war’s aber dann auch schon an Ernstfällen, berichtete Maik Schaffhauser. Fürs DRK bilanzierte Horst Kraemer: „Wir hatten nur 25 Behandlungen, alles Hitzebedingt. Das ist so gut wie gar nichts.“

Auch das Verkehrskonzept ging auf

Bliebe noch Babette Kutrib vom Ordnungsamt, die schlimme Auswüchse melden könnte. Konnte sie aber nicht. Ganz im Gegenteil: Sage und schreibe nur drei Autos mussten abgeschleppt werden. „Das Verkehrskonzept ist voll aufgegangen.“ Und auch von den Standbetreibern habe es tolle Rückmeldung über den Verlauf gegeben.

Beim Finale des 40. Gifhorner Altstadtfestes zeigte sich noch einmal die ganze Vielfalt des Festes – hier einige Eindrücke.

Viele Gifhorner kamen mit dem Rad und nutzten den vom ADFC bewachten Parkplatz. „Das hat sich bewährt“, so Wolfgang Harder. 700 Fahrräder bewachte der ADFC bis Sonntagmittag. 9600 Partymeilen-Besucher kamen mit den City- und Shuttlebussen. „Das ist fast wie im Vorjahr“, berichteten Bernd Jendro (PSG) und Stephan Heidenreich (VLG) von problemlosen Fahrten.

Bei so viel Superlativen fiel Meister nur noch ein: „Das wird schwer zu toppen sein.“ Beweisen werden er und sein Team das 2020 wieder können – dann feiert Gifhorn vom 21. bis 23. August wieder Altstadtfest.

Von Andrea Posselt