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Eichenprozessionsspinner Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung: Gesundheitsrisiken gering
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00:20 13.05.2019
Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung am Montag: Nach Ansicht des Amtsarztes des Landkreises sind die Gesundheitsrisiken für Menschen gering. Quelle: dpa
Samtgemeinde Brome

Der Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Gifhorn verweist darauf, dass der verwendete Wirkstoff, ein vom Bacillus thuringiensis gebildetes Protein, beim Menschen weder eine Krankheit auslöse, noch für ihn giftig sei. Möglich sei, dass das BT-Eiweiß allergische Reaktionen auslöse – wie jedes andere Mittel: „Aber auch nur bei Körperkontakt mit der unverdünnten Lösung“, so Kraft. Beim Anmischen der Lösung – drei Liter BT-Eiweiß auf 600 Liter Wasser pro Hektar– trügen die Piloten deswegen Handschuhe und Schutzbrille.

Auch weil die zu besprühenden Flächen, die alle außerhalb von Wohngebieten lägen – mit Ausnahme von Kaiserwinkel und Giebel – während der Hubschrauber-Einsätze gesperrt würden und weil die Lösung „sehr gezielt“ auf die Baumkronen ausgebracht werde, wo die EPS-Raupen fressen, sei die Wahrscheinlichkeit eines unbeabsichtigten Kontaktes gering. Bei Wind oder Regen würden keine Flüge stattfinden.

Darum dauert die Sperrung nur eine Viertelstunde

Nach drei bis fünf Minuten sei das Mittel angetrocknet, nach einer Viertelstunde würde die jeweilige Sperrung wieder aufgehoben. In der Nähe von Gewässern werde nicht gesprüht, weil das BT-Eiweiß (außer bei Schmetterlingsraupen) bei einigen Fischarten toxisch wirke.

Am Montagmorgen wird von der Freiwilligen Feuerwehr in Rühen laut Ortsbrandmeister Jens Hohnke die Einsatzleitstelle für die Befliegung eingerichtet sowie der Start- und Landeplatz für den Hubschrauber: „Der wird gegen 11 Uhr ankommen.“

Die Stabsstelle trifft sich in Gifhorn

In Gifhorn wird währenddessen die für die EPS-Bekämpfung eingerichtete Stabsstelle zusammen kommen und die Aktion begleiten. Dabei sein werden neben Kraft die Leiter des Veterinär- sowie des Ordnungsamtes des Landkreises.

Von Jörg Rohlfs

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