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Eichenprozessionsspinner Bilanz: So lief die Raupen-Bekämpfung aus der Luft
Thema Specials Eichenprozessionsspinner Bilanz: So lief die Raupen-Bekämpfung aus der Luft
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19:30 16.05.2019
Hubschrauber im Einsatz: Der Landkreis Gifhorn zieht Bilanz für den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. Quelle: Alexander Täger
Landkreis Gifhorn

Der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner wurde im Landkreis Gifhorn erstmals mittels einer Befliegung betroffener Gebiete durch einen Hubschrauber durchgeführt. Die Koordinierung der Gesamtmaßnahme hat der Landkreis Gifhorn übernommen.

Kampf auf 400 Hektar

Bekämpft wurde der Eichenprozessionsspinner auf etwa 400 Hektar an Straßenzügen und weiteren Flächen im gesamten Kreisgebiet mit Schwerpunkt in der Samtgemeinde Brome durch Behandlung mit dem Wirkstoff bacillus thuringiesensis.

Die Bilder vom Hubschrauber-Einsatz

Mit einem Helikopter-Einsatz im östlichen Landkreis hat am Montag der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner aus der Luft begonnen. Heute wird er fortgesetzt.

Der Hubschraubereinsatz begann am Montag, 13. Mai, um 14 Uhr und endete gegen 20 Uhr. Von den insgesamt vorgesehenen 21 Flügen konnten am Montag 13 Flüge absolviert werden. Am Dienstag von 8 bis 12 Uhr wurden die restlichen Flüge durchgeführt.

Verkehrsbehinderungen durch Straßensperrungen

Die besonderen Herausforderungen lagen darin, bei der Befliegung an den Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen die notwendigen Straßensperrungen zeitnah durchzuführen und gleichzeitig die Verkehrsbehinderungen auf ein notwendiges Maß zu reduzieren. Durch die Sperrungen kam es allerdings zu Verkehrsbehinderungen. Die Gesundheitsgefahren, die von dem Eichenprozessionsspinner ausgehen, rechtfertigten laut Landkreis jedoch diese vorübergehenden Einschränkungen.

Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf der Aktion war es demnach, die Kommunikation zwischen den Beteiligten herzustellen und den Einsatz des Hubschraubers und den Einsatz der Kräfte vor Ort zu koordinieren. Diese Aufgaben wurden durch die Einsatzleitung der Feuerwehr der Samtgemeinde Brome und durch einen beim Landkreis Gifhorn eingerichteten Stab erfüllt.

Informationen am Bürgertelefon

Zusätzlich zu den Informationen auf der Homepage des Landkreises Gifhorn wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Hier konnten sich die Bürger zu allen Fragen der Befliegung, insbesondere über gesundheitliche oder tiermedizinische Fragestellungen informieren.

Der Landrat zieht Bilanz

Landrat Dr. Andreas Ebel stellt abschließend fest: „Die zweitägige Aktion aus der Luft ist reibungslos verlaufen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die zum Erfolg der Aktion beigetragen haben.“

Kampf wird vom Boden aus fortgesetzt

Die Bekämpfungsaktion wird aktuell noch durch die Behandlung von Einzelbäumen mittels chemischer Bekämpfung vom Boden aus und nachfolgend durch Absaugen der Raupen fortgesetzt, da die Befliegung nicht überall durchführbar war.

Unterdessen übt der Nabu-Kreisverband Kritik an der Raupen-Bekämpfung aus der Luft.

Die Entwicklung im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

7. Juli 2018: Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an

19. Juli 2018: Neuer Antrag auf Bekämpfung aus der Luft

25. Juli 2018: Natürliche Feinde sollen gegen Prozessionsspinner helfen

9. August 2018: Pflanzenschutzmittel gegen Eichenprozessionsspinner

3. September 2019: Rühen bekommt Hilfe im Kampf gegen Raupe

8. November 2018: In FFH-Gebieten keine Bekämpfung aus der Luft

4. Januar 2019: Parsau und Rühen warten jetzt aufs Land

1. Februar 2019: Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

8. Februar 2019: Eichen in Parsau dürfen bald gefällt werden

10. Februar 2019: Rühener sammeln Unterschriften gegen Eichenprozessionsspinner

17. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne sehen Minister in der Pflicht

20. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne im Landkreis Gifhorn für das Absaugen

23. Februar 2019: Prozessionsspinner: Noch wenig Bewusstsein für das Raupenproblem

25. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Landtags-Petition zu den Kosten kann starten

29. März 2019: Eichenprozessionsspinner: Petition mit 7000 Unterschriften übergeben

12. April 2019: So kämpft der Kreis Gifhorn gegen die Raupe

27. April 2019: Kreis beteiligt sich an Bekämpfungskosten

30. April 2019: Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beginnt

3. Mai 2019: Bekämpfung aus der Luft startet nächste Woche

8. Mai 2019: Helikopter-Einsätze erst am Montag

9. Mai 2019: Wetter bestimmt Zeitpunkt der Helikopter-Einsätze

10. Mai 2019: Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung: Gesundheitsrisiken gering

11. Mai 2019: EPS-Bekämpfung mit dem Hubschrauber auf 21 Routen

13. Mai 2019: Kampf gegen Eichenprozessionsspinner gestartet

14. Mai 2019: EPS: Auch nach Besprühung keine Entwarnung

Von unserer Redaktion

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