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Eichenprozessionsspinner Bekämpfung des Eichenprozessionsspinner beginnt
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17:25 30.04.2019
Eichenprozessionsspinner: Die Bekämpfung im Landkreis Gifhorn beginnt. Quelle: Archiv
Kreis Gifhorn

Die Bekämpfung wird aus der Luft und vom Boden aus durchgeführt. Der genaue Zeitpunkt ist abhängig vom Entwicklungsstadium der Raupen und vom Blattaustrieb der Eichen und wird kurzfristig bekannt gemacht. Voraussichtlich werden die Maßnahmen ab dem 6. Mai beginnen.

Eine Bekämpfung ist erforderlich, da die Raupe des Eichenprozessionsspinners ab ihrer dritten Entwicklungsstufe giftige Brennhaare entwickelt, die beim Menschen und auch bei Tieren zu allergischen Reaktionen führen können.

Bekämpfung per Hubschrauber

Dabei werden an einigen Straßen die mit der Raupe befallenen Eichen mit dem biologischen Wirkstoff bacillus thuringiensis behandelt. Dieses Mittel wird mit Hilfe eines Hubschraubers von oben auf die Eichen gesprüht und von den Raupen mit den Eichenblättern verzehrt. Es muss aktiv durch Blattfraß aufgenommen werden und bewirkt durch Umwandlung im Darm die Austrocknung der Raupen. Bei Menschen ist das biologisch abbaubare Mittel wirkungslos.

Straßen werden gesperrt

Der Einsatz des Hubschraubers macht es notwendig, die jeweilige Straße, an der die Behandlung der Eichen durchgeführt wird, kurzfristig zu sperren. Nach Beendigung des Flugeinsatzes und dem Abtrocknen des Wirkstoffes können Straßen, Geh und Radwege wieder ohne Einschränkungen genutzt werden. Die Sperrung wird in der Regel einen Zeitraum von ungefähr 15 Minuten umfassen.

Welche Straßen betroffen sind, kann den Karten entnommen werden, die auf der Homepage des Landkreises Gifhorn unter www.gifhorn.de/eichenprozessionsspinner/ veröffentlicht sind. Sie liegen auch in den Städten und Samtgemeinden zur Einsicht aus.

Hubschrauber kann Tiere verschrecken

Durch den in niedriger Höhe fliegenden Hubschrauber können Weidetiere (insbesondere Pferde, Kühe) aufgeschreckt werden, so dass Verletzungsgefahr für die Tiere besteht. Tierhalter werden deshalb gebeten, sich über die Befliegung zu informieren und am Tage der Befliegung ihre Tiere anderweitig unterzubringen.

An welchem Tag die Bekämpfung konkret stattfindet, wird rechtzeitig bekannt gemacht.

Die Entwicklung im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner

7. Juli 2018: Umweltminister sieht sich Situation in Giebel an

19. Juli 2018: Neuer Antrag auf Bekämpfung aus der Luft

25. Juli 2018: Natürliche Feinde sollen gegen Prozessionsspinner helfen

9. August 2018: Pflanzenschutzmittel gegen Eichenprozessionsspinner

3. September 2019: Rühen bekommt Hilfe im Kampf gegen Raupe

8. November 2018: In FFH-Gebieten keine Bekämpfung aus der Luft

4. Januar 2019: Parsau und Rühen warten jetzt auf Land

1. Februar 2019: Land zahlt nicht für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

6. Februar 2019: Unterschriften für den Kampf gegen Raupenplage

8. Februar 2019: Eichen in Parsau dürfen bald gefällt werden

10. Februar 2019: Rühener sammeln Unterschriften gegen Eichenprozessionsspinner

14. Februar 2019: Hälfte der Unterschriften in Rühen erreicht

14. Februar 2019: Info-Abend: Prozessionsspinner bewegt auch die Wendschotter

17. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne sehen Minister in der Pflicht

20. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Grüne im Landkreis Gifhorn für das Absaugen

23. Februar 2019: Prozessionsspinner: Noch wenig Bewusstsein für das Raupenproblem

25. Februar 2019: Eichenprozessionsspinner: Landtags-Petition zu den Kosten kann starten

22. März 2019: Eichenprozessionsspinner: 6500 Unterschriften für Kampf gegen Raupen

29. März 2019: Eichenprozessionsspinner: Petition mit 7000 Unterschriften übergeben

Von unserer Redaktion

Gute Nachricht für die Gemeinden, die unter dem starken Befall des Eichenprozessionsspinners leiden: Kostet die Bekämpfung mehr als 10.000 Euro, gibt’s finanzielle Unterstützung vom Kreis. Das hat der Kreistag am Mittwoch beschlossen.

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