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Corona: News aus Gifhorn Warum eine Gifhornerin im Akkord Mundschutz näht
Thema Specials Corona: News aus Gifhorn Warum eine Gifhornerin im Akkord Mundschutz näht
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18:13 21.03.2020
In Zeiten von Corona: Christina Graumann will mit dem Nähen von Mundschutzen helfen – und freut sich über Materialspenden. Quelle: privat
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Gifhorn

Das heimische Wohnzimmer ist mal eben zur Nähstube umfunktioniert. Seit sich im Privatkreis und in Gifhorner Facebook-Foren immer mehr Gifhorner melden und nach Mundschutz fragen, hat Christina Graumann nicht lange gefackelt und sämtliche Stoffreste zusammen gesucht und sich an die Nähmaschine gesetzt. Viel Hohn und Spott musste sie sich bislang anhören. „Aber ich weiß doch selbst, dass der Mundschutz aus Stoff keinen medizinischen Schutz bieten kann“, prallt jegliche Kritik an der Kunst- und Gestaltungstherapeutin ab.

Minimalschutz für chronisch Kranke

Die 48-Jährige weiß selbst, wie es ist, mit einer Krankheit zu leben. Da gehe man sensibler durchs Leben, und in Zeiten der Corona-Krise erst recht. „Im Bekanntenkreis habe ich zwei Leute in Chemotherapie.“ Ihnen und anderen chronisch Kranken wenigstens einen Minimalschutz zu geben, ist ihr wichtig.

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Da sie gerne näht und das im Freundes- und Bekanntenkreis bekannt ist, hat sie Unmengen an Stoff zu Hause. Aber: Aktuell braucht sie pro Mundschutz sehr lange, weil sie aus Stoff das Band bastelt, das hinter dem Kopf für den richtigen Sitz der Maske sorgt.

Wie Gifhorner helfen können

Deshalb hat sie sich an die AZ gewandt und hofft darauf, dass jemand helfen kann. „Wenn ich Schrägband hätte, könnte ich viel schneller arbeiten.“ Zum besseren Halt im Mund/Nasenbereich wären etwa Pfeifenputzer oder geeigneter Draht gut. Wer helfen kann: Christina Graumann hat eine eigene Facebook-Seite und ist dort über eine persönliche Nachricht schriftlich erreichbar, telefonisch unter der Handynummer (0 15 77) 89 59 780.

Viele stehen auf der Warteliste

Mögen andere über ihre Initiative lächeln, sie möchte helfen. Der Bedarf ist groß: Aktuell stehen rund 20 Gifhorner auf der Warteliste. Viele Freunde helfen schon, indem sie Material bei Christina Graumann vor die Tür stellen. Nur der Engpass mit den Schrägbändern ist groß.

So hilft der Mundschutz Kindern

Christina Graumann näht und näht - übrigens kostenlos. Wer seinen fertigen Mundschutz abholt - kontaktlos vor der Tür - legt einfach eine kleine Spende in einen Topf. „Das kommt auf jeden Fall einem Projekt für Kinder und Jugendliche zu Gute. Ich möchte nichts am Nähen verdienen - es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit.“

Mehr zur Corona-Krise

Auch im Kreis Gifhorn machen sich die Menschen Sorgen um die Ausbreitung des Corona-Virus’. Das hat die AZ bislang berichtet:

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Von Andrea Posselt

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