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VfL Wolfsburg Schäfer: In Japan ein Facebook-Star
Sportbuzzer VfL Wolfsburg Schäfer: In Japan ein Facebook-Star
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23:02 07.10.2011

Gemeinsam mit seiner PR-Firma „Sports2Business“ richtete sich Schäfer vor wenigen Wochen eine Fanseite im sozialen Netzwerk „Facebook“ ein. „Als Profi-Fußballer wird man oft nur nach Leistung auf dem Platz beurteilt. Ich finde aber, man sollte den Menschen nie außer Acht lassen“, begründet der Ex-Kapitän seinen Gang ins Netz. „Mit Facebook habe ich die Möglichkeit, dass mich die Fans besser kennenlernen können und erfahren, wie ich ticke.“

Seine Familie hält Schäfer zwar auch bei Facebook aus der Öffentlichkeit heraus. Dafür aber berichtet er etwa darüber, welche DVDs er sich auf langen Auswärtsfahrten anschaut.

Das interessiert nicht nur Fans aus Wolfsburg und Schäfers Heimat Aschaffenburg. Viele Einträge auf seiner Seite stammen aus Japan. Und das kommt so: Schon seit langem ist Makoto Hasebe im Internet aktiv. Der VfL-Japaner betreibt einen eigenen Blog, in dem er von seinen Erlebnissen in Wolfsburg erzählt. Da Hasebe mit Schäfer befreundet ist, wies er seine Fans auf die neue Facebook-Seite des Kollegen hin. Die Folge: Von Schäfers knapp 4500 Internet-Freunden sind mehr als die Hälfte aus Japan.

Inzwischen ist der Deutsche in Fernost sogar ein echter Star. „Viele verfolgen den VfL wegen Hasebe. Aber Schäfer gehört in Japan zu den beliebtesten Fußballern der Bundesliga. Er ist fleißig, witzig und sieht gut aus“, berichtet ein japanischer Journalist.

rs

Marcel Schäfer und seine Facebook-Offensive: Die Fans des VfL-Verteidigers können sogar etwas gewinnen – nämlich das Trikot, das der Ex-Kapitän im Spiel gegen Nürnberg tragen wird.

„In der vergangenen Saison, als wir gegen den Abstieg gekämpft haben, haben uns die echten Fans wahnsinnig unterstützt. Für mich waren die Gefühle viel intensiver als bei der Meisterschaft 2009“, sagt Schäfer. „Es ging damals um sehr viel, und mit Facebook habe ich jetzt die Möglichkeit, den Fans etwas zurückzugeben.“ Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn: Schäfer veranstaltet ein Gewinnspiel, bei dem sein Trikot und VIP-Karten für die VW-Arena verlost werden. Gefragt ist der richtige Tipp fürs Spiel gegen Nürnberg in einer Woche.

Die Preise zahlt der Profi übrigens aus der eigenen Tasche. „Vom Verein stehen jedem Spieler pro Saison 20 Trikots zu. Alles darüber hinaus zahle ich selbst. Wenn man die Trikot-Wechsel mit Gegenspielern einrechnet, komme ich leicht auf 60, 70 Trikots im Jahr“, so Schäfer.

rs