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VfL Wolfsburg 1:3 in Darmstadt - Und geregnet hat‘s auch noch...
Sportbuzzer VfL Wolfsburg 1:3 in Darmstadt - Und geregnet hat‘s auch noch...
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23:38 23.10.2016
Frust-Abgang: Der Weg zum Block mit den eigenen Fans war für die VfLer in Darmstadt wenig erfreulich.
Frust-Abgang: Der Weg zum Block mit den eigenen Fans war für die VfLer in Darmstadt wenig erfreulich. Quelle: dpa
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Sondern nach einer Fußball-Bundesliga-Partie gegen den selbsternannten Europa-Anwärter VfL Wolfsburg, die „das kleinste Licht der Liga“ (Darmstadt-Sportchef Holger Fach) verdient mit 3:1 gewann. Änis Ben-Hatira, Laszlo Kleinheisler und Sandro Sirigu erzielten vor 15.300 Zuschauern die 98-Tore, beim VfL trugen sich Mario Gomez mit einem Tor und Jeffrey Bruma mit einem frühen Platzverweis in die Spielstatistik ein.

Das berechtigte Notbremsen-Rot warf die taktischen Pläne von VfL-Interimstrainer Valérien Ismaël früh über den Haufen - als alleinige Erklärung für einen unterm Strich blamablen Auftritt taugt es allerdings nicht. Denn 70 Unterzahlminuten lang zeigte die VfL-Mannschaft, dass sie weiterhin weder weiß, was sie will, noch weiß, was sie kann. Zögerlich nach Balleroberungen, unsicher im Passspiel, schwach bei den Flanken, fehlerhaft in der Abwehr. Gemessen an den Nullnummern unter Dieter Hecking war‘s ein Rückschritt, der nach der Partie fleißig schöngeredet wurde. „Wie die Mannschaft in die Partie reingegangen ist und dann in Unterzahl auf den Rückstand reagiert hat, außerdem Marios Tor - das alles war positiv“, befand Manager Klaus Allofs und sah das 1:3 sogar „als Indiz, dass wir es besser können.“ Außerdem habe er einen „stärkeren Zusammenhalt“ in dem Team gesehen. Was allerdings im Grunde kein Fortschritt, sondern eher eine Grundtugend ist.

Aus dem Schönredner-Reigen nach der Partie hob sich dann Torschütze Gomez wohltuend ab. Er machte klar, dass das Wolfsburger Ballbesitz-Plus in Darmstadt kein Schritt nach vorne war, sondern ein Problem: „Wir schieben immer nur den Ball von A nach B nach A. Damit werden wir keine Tore schießen“, so der Stürmer. Das Team müsse aufhören, alles „spielerisch-lethargisch“ lösen zu wollen. Vielmehr sei Abstiegskampf-Fußball gefragt, „vielleicht auch mal Kampf mit Ball“ und lange Bälle, die man bei Bedarf zurückerobert. „Anders schaffen wir es im Moment nicht.“

Aber kann der VfL diese Art von Fußball, die so ziemlich das genaue Gegenteil von dem ist, was etwa ein Julian Draxler als zentraler Offensivspieler verkörpert? Der Auftritt im Darmstädter Regen lässt befürchten: nein. Vom Trainerwechsel eher verunsichert als beflügelt, produzierte der VfL zu elft wie zu zehnt Fehler auf dem Niveau eines Abstiegskandidaten. Brumas Patzer vor der Notbremse oder Paul Seguins Fehlpass vorm dritten Gegentor sind nur zwei Beispiele. Und wenn es dann tatsächlich mal bessere Ballbesitzphasen gab, war‘s nach vorn so erschreckend unproduktiv, dass die Nachfrage nach der Langeweile des Torwarts berechtigt war. Dass zudem besonders einsatzfreudige Spieler wie Marcel Schäfer, Maxi Arnold oder Christian Träsch dabei extrem unglücklich agierten, macht das alles nur noch bitterer. Die mitgereisten VfL-Fans mussten das Trauerspiel auch noch auf unüberdachten Plätzen im Regen ertragen.

„Ich fand, dass die Mannschaft anfangs sehr gut aufgetreten ist. Durch die Rote Karte kam es zum Bruch. Allerdings haben wir in Unterzahl alles gegeben“, sagte Manager Allofs, und es ist zu hoffen, dass er damit Unrecht hat. Denn wenn das „alles“ war, dann ist der VfL ab sofort wirklich ein Abstiegskandidat.

apa

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