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Sport überregional Martini gewinnt Bob-Meisterschaft
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11:50 01.01.2015
Cathleen Martini ist die Gewinnerin der Bob-Meisterschaften in Winterberg.
Cathleen Martini ist die Gewinnerin der Bob-Meisterschaften in Winterberg. Quelle: Arno Balzarini
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Winterberg

Genauso hatten sich Nico Walther und Cathleen Martini den Jahresabschluss 2014 vorgestellt. Mit ihren Podestplätzen bei den deutschen Bob-Meisterschaften in Winterberg lieferten die beiden Piloten aus Riesa und Oberbärenburg den Leistungsnachweis ab, der ihnen alle Chancen auf eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in 53 Tagen an gleicher Stelle eröffnet. Für einen ehemaligen Weltmeister aber bedeutete Winterberg das Ende der WM-Träume: Manuel Machata wurde im Vierer nur Fünfter und hat damit keinerlei WM-Chancen mehr.

„Nico hat gezeigt, dass er in die deutsche Nationalmannschaft gehört. Er hat fahrerische Klasse bewiesen und auch am Start zugelegt. Zwar muss er dort noch weiter vorankommen, aber die Rückstände zu den gesetzten Weltmeistern Francesco Friedrich und Maximilian Arndt sind kleiner geworden“, lobte Gerd Leopold seinen Schützling aus Riesa. Der Coach vertrat in Winterberg den erkrankten Bundestrainer Christoph Langen und hatte allen Grund zur Freude. Denn vor allem die jungen Piloten machten auf sich aufmerksam.

Walther siegte im Zweier vor Friedrich und wurde im großen Schlitten Zweiter hinter Arndt. Dazu kamen Johannes Lochner (Stuttgart) und Albrecht Klammer (Oberbärenburg), die Dritte im Zweier beziehungsweise Vierer wurden und damit ihre Weltcup-Nominierungen rechtfertigten.

Mit Martini meldete sich rechtzeitig eine gestandene Pilotin zurück. Sie hatte die Weltcup-Qualifikation im Herbst nicht geschafft, da ihre Anschubzeiten nicht der gesetzten Norm entsprachen. Nun aber nutzte sie ihre letzte Chance. „Wenn sie beim Anschub-Leistungstest am Sonntag in Oberhof eine Verbesserung nachweist, wird sie den dritten deutschen Bob pilotieren“, sagte Leopold. „Wir möchten diesen Platz unbedingt besetzen und fahrerisch ist Cathleen ohnehin sehr gut drauf“, fügte der zum Bundestrainerstab zählende Coach hinzu. Martini war in Winterberg hinter Anja Schneiderheinze (Erfurt) Zweite geworden.

Während sich Martini damit zurückkämpfte, kam für einen anderen ehemaligen Champion bei der Meisterschaft das Aus. Manuel Machata muss im Februar zusehen, wie andere um WM-Gold auf der von ihm geliebten Winterberger Piste fahren. „Es war alles für die Katz“, stammelte der für Stuttgart startende Königsseer nach dem Vierer-Rennen. Seine Anschieber dagegen könnten durchaus in den WM-Startlisten auftauchen. „Sie werden den Anschub-Test mitmachen. Danach berufen wir die Teams und es war auch in der Vergangenheit so, dass die stärksten Anschieber bei den besten Piloten fahren“, betonte Leopold.

Seine Konsequenzen aus dem bisherigen Saisonverlauf zog Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt. Der Oberhofer kündigte an, für den Rest der Saison nur noch im großen Schlitten anzutreten. Somit steht fest, dass Lochner im Zweier den dritten WM-Startplatz neben Friedrich und Walther einnimmt.

dpa

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