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Sport überregional Thomas Müller ist wieder ein Glückspilz
Sportbuzzer Sportmix Sport überregional Thomas Müller ist wieder ein Glückspilz
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06:15 09.09.2012
Von Heiko Rehberg
Foto: Das Glück ist zurück: Nationalspieler Thomas Müller.
Das Glück ist zurück: Nationalspieler Thomas Müller. Quelle: dpa
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Barsinghausen

Wenn Thomas Müller gut drauf ist, dann hat er immer einen lockeren Spruch parat. Bei der WM 2010 in Südafrika wurde er auf diese Art zum Liebling der Fans und Journalisten, denn seine Sprüche wirkten nie wie vorher dreimal vor dem Spiegel aufgesagt und auswendig gelernt.

Bei der EM in diesem Jahr war Müller nicht so gut drauf, nicht auf dem Spielfeld und nicht auf dem Podium. Auftritte vor der versammelten Medienschar hatte er nur wenige, und wenn, wirkte er immer etwas übellaunig. Lustige EM-Sprüche von Müller? Sind in keinem Archiv zu finden.

Am Mittwoch im Rittergut Eckerde zeigte Müller wieder Südafrika-Form. Als er darauf angesprochen wurde, dass er nach zwei Spieltagen die Torschützenliste in der Bundesliga mit drei Treffern anführe, sagte er: „Sonntag gab es ein 6:1, da muss ja irgendjemand die Tore schießen.“

Das Fußballglück scheint zurückgekehrt zu Thomas Müller. „Die Bälle fallen mir wieder auf den Fuß statt einen Meter daneben“, sagte er, „ich versuche, das so lange wie möglich mitzunehmen.“ Die Abwehrspieler der Färöer sollten morgen auf jeden Fall besonders den Mann im Blick haben, der sagte, dass „es nichts Schöneres gibt, als Tore zu schießen“ und den Medienvertretern gleich die Begründung mitlieferte: „Tore sind gut, um Ruhe vor euch zu haben.“

Dabei fallen Tore eigentlich gar nicht in Müllers Haupttätigkeitsfeld. Bei Bayern München spielt er momentan wieder auf seiner Lieblingsposition hinter der Sturmspitze, bei Löw wird er wie immer meist über die rechte Außenbahn kommen. Am stärksten ist Müller aber ohnehin, wenn er seinem Instinkt folgt und dort auftaucht, wo ihn der Trainer (und damit meistens auch die Abwehr) eigentlich nicht erwartet.

„Für uns Offensivspieler ist es in der Nationalelf schwieriger geworden“, sagte der 22-Jährige. Die Gegner machen gegen die Deutschen hinten meistens dicht, „da bleibt weniger Raum für uns“. Müller, der mit wenigen Worten lustige Sprüche macht, hat für das Problem derzeit wieder die richtigen Lösungen.

Heiko Rehberg 08.09.2012
05.09.2012