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Sport überregional TSV Hannover-Burgdorf tritt gegen Topstars der Rhein-Neckar Löwen an
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13:30 15.10.2009
Von Norbert Fettback
Marcus Hohenberg im Anflug.
Marcus Hohenberg im Anflug. Quelle: Florian Petrow
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Es hat nicht nur mit der Angst vor großen Tieren zu tun, dass sich Frank Carstens allzu forsche Töne verkneift. Am Mittwochabend (20.15 Uhr) sind die Rhein-Neckar Löwen in der AWD-Hall der Kontrahent des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf, dessen Trainer Carstens ist, und da sind die Karten von vornherein so klar verteilt, dass der Aufsteiger höllisch aufpassen muss, nicht gefressen zu werden.

Von A wie Alvanos bis T wie Tkaczyk: Im 21-köpfigen Kader der Kurzpfälzer wimmelt es nur so von Nationalspielern. Die kleine Weltauswahl, die sich die Löwen zusammengekauft haben, kann schon tierischen Respekt einflößen – und Lust machen auf einen interessanten Handballabend. Carstens hat nach fünf Niederlagen am Stück eine plausible Taktik gewählt. „Niemand erwartet von uns einen Sieg oder einen Punkt“, sagt der 37-Jährige, „wir wollen uns deshalb auf das konzentrieren, was lange Zeit gut funktioniert hat.

Vom Ergebnisdruck können wir uns diesmal lösen.“ Im Hinterkopf hat der TSV-Trainer die Bundesligaspiele, die anschließend anstehen: Dann geht es gegen die HSG Düsseldorf und Bayer Dormagen und damit gegen Teams, denen man im Abstiegskampf die Punkte-Beute streitig machen will. Am Mittwochabend möchte der Trainer vor allem dies erreichen: Das Selbstvertrauen seines auf den viertletzten Tabellenplatz abgerutschen Teams soll nicht weiter ramponiert, sondern gestärkt werden.

Carstens hat gegen die Rhein-Neckar Löwen „harte Abwehrarbeit“ und „mutiges Tempospiel“ angekündigt, womit er den Favoriten, der in diesen Tagen auch in der Champions League viel beschäftigt ist, ein bisschen ärgern möchte. Dabei helfen soll auch Lars Friedrich. Der 24-Jährige hat am Dienstag erwartungsgemäß einen bis Saisonende gültigen Vertrag mit der TSV unterschrieben – es ist sozusagen ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. „Ich erhoffe mir mehr Spielzeit“, sagt Friedrich, „und ich will dabei helfen, die Klasse zu halten.“

Der 1,94 Meter große Linkshänder soll die Personalnot des Aufsteigers auf der rechten Seite mindern und möchte selbst die für ihn unbefriedigende Zeit beim Ligakonkurrenten TuS Nettelstedt-Lübbecke vergessen machen. An diesem Mittwoch soll nach Angaben von TSV-Manager Georg Müller die Spielgenehmigung vorliegen; dem Debüt von Friedrich, der am Dienstag erstmals mit seiner neuen Mannschaft trainierte und der die ungewöhnliche Rückennummer 92 tragen wird, stünde nichts im Wege. Am 20. Oktober (19 Uhr) sind die Rhein-Neckar Löwen erneut zu Gast in Hannover – zum Pokalspiel. Dauerkarten gelten dann nicht; Tickets können abends in der AWD Hall gekauft werden.