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Sport überregional Serena Williams gewinnt 20. Grand-Slam-Titel
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19:27 06.06.2015
Foto: Serena Williams jubelt nach ihrem Finalsieg gegen die Tschechin Lucie Safarova.
Serena Williams jubelt nach ihrem Finalsieg gegen die Tschechin Lucie Safarova bei den French Open in Paris. Quelle: dpa
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Paris

Serena Williams hat zum dritten Mal in ihrer Karriere die French Open gewonnen. Die Nummer eins der Tennis-Welt setzte sich am Samstag in Paris im Endspiel gegen die Tschechin Lucie Safarova nach hartem Kampf mit 6:3, 6:7 (2:7), 6:2 durch und feierte damit ihren 20. Grand-Slam-Titel. Die Amerikanerin liegt nun nur noch zwei Major-Siege hinter Steffi Graf, die 22 Mal bei Grand-Slam-Turnieren gewinnen konnte.

Bei den Herren stehen sich an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Eurosport) Novak Djokovic und Stan Wawrinka gegenüber. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien gewann am Samstag sein am Tag zuvor unterbrochenes Halbfinale gegen den Schotten Andy Murray mit 6:3, 6:3, 5:7, 5:7, 6:1 und steht beim Sandplatz-Klassiker in der französischen Hauptstadt zum dritten Mal im Endspiel. Wawrinka hatte sich bereits am Freitag gegen Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga mit 6:3, 6:7 (1:7), 7:6 (7:3), 6:4 durchgesetzt und damit die Hoffnungen der Franzosen auf den ersten Sieg eines Einheimischen seit Yannik Noah vor 32 Jahren zerstört.

Djokovic will „alles herausholen“

Djokovic kann mit einem Triumph im Stade Roland Garros seinen persönlichen Grand Slam perfekt machen. Die Australian Open, Wimbledon und die US Open hat der Schützling von Boris Becker bereits gewonnen. „Ich muss mich jetzt erholen. Aber ich werde gegen Stan noch einmal alles aus meinem Körper herausholen“, sagte Djokovic. Seine Partie gegen Murray war am Freitag beim Stand von 3:3 im vierten Satz wegen Dunkelheit und eines drohenden Unwetters abgesagt worden.

Williams verwandelte nach 2:01 Stunden ihren zweiten Matchball. Allerdings musste die 33-Jährige auf dem Court Philippe Chatrier Schwerstarbeit verrichten, um zum dritten Mal nach 2002 und 2013 im Bois de Boulogne zu triumphieren. Als der Sieg perfekt war, schrie sie ihre Freude und Erleichterung laut heraus und ließ ihren Schläger auf die rote Asche fallen. Ungläubig, diesen Kraftakt überstanden zu haben, starrte sie in die Luft, ehe sie wenig später ihrem Trainer Patrick Mouratoglou um den Hals fiel.

„20 Grand-Slam-Titel - das ist einfach unglaublich“, sagte die Nummer eins der Welt in perfektem Französisch. Der dritte Triumph in Paris war definitiv einer von denen, für den sie am meisten kämpfen musste. Schließlich plagte sie sich tagelang mit einer heftigen Erkältung herum. „Für mich ist es ein Wunder, dass ich hier gewonnen habe.“

Sieg trotz Erkältung

Dabei war anfangs von der Erkältung nur wenig zu sehen. Zwar wirkte Williams geschwächt, als es in ihrem 24. Grand-Slam-Finale darauf ankam, war die Amerikanerin zunächst aber wieder zur Stelle. Sie fokussierte sich auf ihre harten Aufschläge und ihre druckvollen Grundschläge - das reichte erst einmal, um Safarova in deren erstem Finale bei einem der vier großen Events in Schach zu halten.

Der Tschechin gelang es lange nicht, die schwerfällige Williams ins Laufen zu bringen, ihr fehlte zunächst der Mut. Den ersten Satz holte sich Williams nach 31 Minuten mit 6:3, beim Stand von 4:1, 40:15 im zweiten Durchgang schien der Matchgewinn nicht mehr weit. Doch dann legte Safarova auf einmal ihre Scheu ab. Die Linkshänderin machte vier Spiele in Serie und schaffte wenig später im Tiebreak den Satzausgleich.

Im dritten Durchgang nahm Safarova der großen Favoritin dann prompt erneut den Aufschlag ab - die Sensation lag in der Luft. Williams fluchte und kassierte sogar eine Verwarnung. Doch wie so oft zog sich die US-Diva, die auf dem Weg ins Endspiel bereits viermal über drei Sätze hatte gehen müssen, wieder aus dem Tief.

dpa