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Sport überregional Scorpions schlagen Indians im Derby mit 5:1
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23:23 28.10.2009
Von Björn Franz
Feiernder
Scorpions-Stürmer, enttäuschte
Indians: Thomas Dolak trifft
hier zu 2:1-Führung
des DEL-Klubs.

Feiernder
Scorpions-Stürmer, enttäuschte
Indians: Thomas Dolak trifft
hier zu 2:1-Führung
des DEL-Klubs.
 Quelle: zur Nieden
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Fast auf den Tag genau zwei Monate nach dem 4:2-Hinspielsieg in der TUI Arena stellten Thomas Dolak und Tino Boos zu Beginn des Mittelabschnitts mit einem Doppelschlag die Weichen für den 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)-Sieg des Erstligisten gegen den eine Klasse tiefer spielenden EC Hannover Indians. Und so konnte Scorpions-Kapitän Boos letztlich unter dem Jubel der gut 1000 „mitgereisten“ Fans aus den Händen des städtischen Eventmanagers Klaus Timäus den Pokal für die erstmals ausgespielte Stadtmeisterschaft entgegennehmen. Im zweiten Anlauf übrigens, denn unter dem Gelächter aller Zuschauer hatte Timäus Boos zunächst den Teller des Zweitplatzierten übergeben.

Egal. Denn im Prinzip war die Frage, wer am Mittwochabend als Sieger vom Eis ging, fast nebensächlich. Wichtiger war, dass es ein Eishockeyfest war, in dem sich beide Seiten auf und abseits der Eisfläche fast durchweg an die Regeln des Fairplay hielten. Sticheleien gehörten unter den 4608 Zuschauern im ausverkauften Eisstadion am Pferdeturm natürlich dazu. So wurde an einer Bratwurstbude in Anlehnung an die abfälligen Bemerkungen von Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth in einem HAZ-Interview wieder die „Stichnoth-Bratwurst (schwarz)“ mit 50 Cent Aufschlag gegenüber der helleren Variante angeboten. Und aus den beiden Fankurven hinter den Toren schallten immer wieder Hohngesänge auf die andere Seite hinüber.

Doch damit endete die Rivalität zwischen den beiden Fanlagern auch. Und in den Drittelpausen sah man sogar immer wieder Anhänger beider Lager einträchtig beieinanderstehen. Ähnlich friedlich ging es bis auf eine Rangelei zwischen Scorpions-Stürmer David Wolf und Josef Staltmayr kurz vor Spielende auch auf dem Eis zu, auf dem die Gastgeber den besseren Start erwischten. Mit der ersten Torchance seines Teams brachte Kyle Doyle die Indians bereits in der 7. Minute in Front und ließ die Anhänger des Zweitliga-Aufsteigers zumindest kurz von der Überraschung träumen. Und wer weiß, vielleicht wäre ja tatsächlich etwas für den Außenseiter gegangen, wenn Preston Mizzi nach dem Ausgleich durch Boos statt an die Latte ins von Levente Szuper gut gehütete Tor getroffen hätte.

Doch so spielten die Gäste, bei denen für die fehlenden Sascha Goc, Peter Baumgartner und Nikolai Goc in der Verteidigung der 21-jährige Felix Thomas vom REV Bremerhaven auflief, mit zunehmender Spieldauer immer mehr ihre Überlegenheit aus. Und spätestens nach dem Doppelschlag durch Dolak und Boos, der aus abseitsverdächtiger Position traf, war die Partie entschieden. Was folgte, waren 20 Minuten, in denen sich die Indians mit ihrem guten Torwart Benjamin Voigt als Rückhalt engagiert, aber erfolglos um eine Ergebnisverbesserung bemühten. Auf den Rängen hatte zu diesem Zeitpunkt aber ohnehin schon eine doppelte Party begonnen, bei der sich beide Fanlager lautstark als „Nummer 1 der Stadt“ feierten. Eindeutig geklärt werden konnte das gestern Abend aber nur auf dem Eis.

Tore: 1:0 (6:45) Doyle (Chamberlain bei 4–4), 1:1 (12:38) Boos (Cottreau), 2:1 (25:39) Dolak (Kathan, Vikingstad), 3:1 (26:01) Boos (Wolf), 4:1 (43:47) Blank (Mitchell), 5:1 (52:39) Kathan (Brimanis, Dolak) – Zuschauer: 4608 (ausverkauft) – Strafminuten: Indians 12, Scorpions 12 plus 10 für Wolf – Beste Indians: Chamberlain, Voigt, Atherton – Beste Scorpions: Reiss, Szuper, Wolf.