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00:22 19.03.2015
Bald Olympia-Bewerber? Hansestadt Hamburg.
Bald Olympia-Bewerber? Hansestadt Hamburg. Quelle: Marcus Brandt
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Hannover

Deutschland wird sich - vorbehaltlich der endgültigen Wahl am Sonnabend - mit dem Austragungsort Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 bewerben. Die Hansestadt überzeugte das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und setzte sich in der Abstimmung gegen Mitbewerber Berlin durch. Auch in Niedersachsen, das in dem Hamburger Konzept eine Rolle spielt, war die Freude über das Ergebnis groß.

„Hamburg bietet ein faszinierendes und kompaktes Olympia-Konzept“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Es sei eine schwere Entscheidung gewesen.Beide Städte hätten hervorragende Konzepte abgegeben, am Ende habe aber ein einmütiges Votum für die Hansestadt gestanden. „Diese Olympia-Bewerbung ist ein Projekt von ganz Deutschland. Packen wir’s an“, so Hörmann. Das Internationalen Olympischen Komitee (IOC) entscheidet über die Ausrichterstadt für 2024 im Sommer 2017. Sollte es im ersten Anlauf nicht klappen, würde sich Hamburg auch für die Spiele 2028 bewerben.

„Eine gute Empfehlung - für Hamburg, aber auch für Niedersachsen“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil der HAZ. Der DOSB habe sich für das „sympathische und fantasievolle Olympia-Konzept“ der Hansestadt entschieden. Das sei selbstverständlich noch keine endgültige Entscheidung für Hamburg als Austragungsort, aber „ein erster wichtiger Etappensieg“.

Einige Orte in Niedersachsen dürfen sich jetzt Hoffnungen auf etwas olympischen Glanz machen. Neben Hannover, wo Fußball, Volleyball und Basketball-Wettkämpfe ausgetragen werden könnten, ist auch Luhmühlen in der Lüneburger Heide als Sportstätte im Hamburger Konzept vorgesehen. Dort sollen Reitwettbewerbe stattfinden. Auch Wolfsburg, Braunschweig und Garlstorf könnten 2024 Austragungsorte werden.

„Das Votum für Hamburg freut uns sehr“, sagte Reinhard Rawe, Vorstandsvorsitzender des Landessportbunds. Bis zur tatsächlichen Ausrichtung der Spiele 2024 oder 2028 läge aber noch ein weiter Weg und viel Arbeit vor allen Beteiligten. „Es geht nun darum, den Bürgern auch klarzumachen, dass Olympia nicht nur ein zweiwöchiges Event ist, sondern eine ganz wichtige Funktion für die Sportentwicklung hierzulande hat.“

Rita Girschikofsky, Präsidentin des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes, lobte das „kompakte Konzept“ der Spiele in Hamburg. Sie freue sich sehr über die Entscheidung. „Gratulation an Hamburg“, sagte auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Hannover freut sich auf Olympische Spiele in der Hansestadt und wird für die bisher hier geplanten Veranstaltungen im Basketball und Fußball sich richtig ins Zeug legen und eine gute Gastgeberstadt sein.“

Vor einer bindenden Bewerbung beim IOC müssen sich mindestens 50 Prozent der Bürger in der Hansestadt in einer Befragung im September für die Sommerspiele aussprechen. Als Bewerber stehen bislang Rom und Boston fest. Olympische Spiele in Deutschland haben bislang Berlin, Garmisch-Partenkirchen (beide 1936) und München (1972) ausgerichtet.

Von Carsten Schmidt und Heiko Randermann

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