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Fußball überregional Werder Bremen ohne Losglück in der Qualifikation
Sportbuzzer Fußball überregional Werder Bremen ohne Losglück in der Qualifikation
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13:53 06.08.2010
Schwere Aufgabe: Mark Rosenberg muss mit Werder Bremen gegen Genua antreten.
Schwere Aufgabe: Mark Rosenberg muss mit Werder Bremen gegen Genua antreten. Quelle: dpaS
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Werder Bremen muss auf dem Weg in die finanziell lukrative und sportlich attraktive Champions League eine hohe Hürde überwinden. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga trifft in der Qualifikation auf Sampdoria Genua. Italiens Ex-Meister war der schwerste Gegner, den die Bremer zum Auftakt ihrer 26. Europapokal-Saison bei der Auslosung am Freitag im schweizerischen Nyon erwischen konnten. Bisher gab es noch kein Duell gegen den Europapokalsieger der Pokalsieger von 1990.

Auch bei den Spielterminen hatte Werder kein Losglück. Das Hinspiel findet am 17./18. August im Weserstadion statt. Es gleicht derzeit wegen des Umbaus der Ostkurve noch einer Baustelle. „Wir hätten uns aus verschiedensten Gründen zuerst ein Auswärtsspiel gewünscht. Vor allem was den Stadionumbau anbelangt, aber auch sportlich ist es so eine Herausforderung“, kommentiertes Werders Geschäftsführer Klaus Allofs die Auslosung. Das Rückspiel ist für den 24./25. August im Stadio Luigi Ferraris angesetzt.

„Das ist natürlich keine leichte Aufgabe. Wenn ein Team in Italien Vierter wird und noch vor Juve landet, sagt das einiges aus. Das wird eine ganz enge Angelegenheit“, erklärte Nationalspieler Per Mertesacker. „Das ist ein schweres, aber ein gutes Los. Duelle zwischen deutschen und italienischen Teams sind ja fast schon Klassiker“, sagte Kapitän Torsten Frings. Trainer Thomas Schaaf gab sich optimistisch: „Klar, das wird keine leichte Geschichte. Aber wir nehmen es, wie es kommt. Wir gehen die Aufgabe selbstbewusst an.“

Die Bremer verfolgten die Auslosung am Freitagmittag noch im Trainingslager in Bad Waltersdorf. Kurz danach flog die Mannschaft nach London, wo sie an diesem Samstag ein Testspiel gegen den FC Fulham bestreitet. Sampdoria Genua überprüft ebenfalls am Samstag die aktuelle Form beim Bremer Bundesliga-Rivalen 1. FC Köln.

Bekanntester Profi beim Serie A-Club ist Torjäger Antonio Cassano. Der 28-jährige Sampdoria-Stürmer wurde trotz starker Leistungen nicht von Nationaltrainer Marcello Lippi für die WM in Südafrika nominiert. Dafür wurde Lippi von den Tifosi heftig kritisiert. Auch Verteidiger Reto Ziegler ist in Bremen bekannt. Der Eidgenosse soll nach italienischen Medienberichten auf der Werder-Wunschliste stehen.

Einen Umzug für das Heimspiel schloss Geschäftsführer Klaus Filbry trotz der angespannten Situation aus. „Organisatorisch haben wir uns wirklich etwa anderes gewünscht. Dass wir zuerst zu Hause spielen, bringt uns organisatorisch extrem unter Druck. Wir werden durch den Stadionumbau bedingt sicherlich mit einigen Provisorien leben müssen“, erklärte Filbry.

Am Vortag waren Zollfahnder auf der Baustelle des Weserstadions Verdachtsfällen auf Schwarzarbeit auf die Spur gekommen. Dabei geht es um die Scheinselbstständigkeit von osteuropäischen Bauarbeitern, teilte das Hauptzollamt Bremen nach der Kontrolle am Donnerstag mit. Insgesamt geht es um 18 Fälle. Zwei Bauunternehmen am Weserstadion stünden im Verdacht, nicht „sauber“ gearbeitet zu haben.

dpa