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Fußball überregional Harte Strafe für Attacke auf Schiedsrichter
Sportbuzzer Fußball überregional Harte Strafe für Attacke auf Schiedsrichter
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15:36 20.01.2015
Am 6. Dezember kam es nach einem Spielabbruch der C-Junioren-Partie Arminia Hannover III gegen Mühlenberger SV zu der Prügelattacke.
Am 6. Dezember kam es nach einem Spielabbruch der C-Junioren-Partie Arminia Hannover III gegen Mühlenberger SV zu der Prügelattacke. Quelle: Archiv
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Hannover

Sechs Stunden verhandelte das Sportgericht des Kreisverbands Hannover den Fall aus dem Dezember. Das Opfer: Der Schiedsrichter, der vor gut sechs Wochen die Partie der C-Jugendlichen von Arminia Hannover lll und des Mühlenberger SV pfiff. Wie der HAZ-Sportbuzzer berichtet, soll der Mann während des Spiels permanent vom Betreuer der Mühlenberger – der diese Funktion nicht offiziell ausführte – beleidigt worden sein. Als er das Spiel daraufhin abbrach, sei er vom selben Betreuer erst weiter beleidigt und anschließend geschlagen worden. Auch einige Spieler des Mühlenberger SV sollen den Schiedsrichter geschlagen und getreten haben, bevor der Arminia-Trainer Alex Kölzer den Mann in Sicherheit bringen konnte. Der Unparteiische musste ins Krankenhaus, Schiedsrichter und Trainer Kölzer stellten gemeinsam Strafanzeige.

Auch wenn sich die Aussagen zu den Geschehnissen teilweise erheblich unterscheiden sollen, könnte den Betreuer wohl die Höchststrafe treffen. Das entspricht einem Ausschluss aus dem Verband, den der Verband allerdings selbst beantragen muss. Sein Verein soll eine Geldstrafe in dreistelligem Bereich hinnehmen, mehrere Spieler werden offenbar mit Sperren belegt und der Verein werde vom Spielbetrieb ausgeschlossen – so berichtet der Sportbuzzer.

Arminias Trainer Kölzer gab an, die Verhandlung sei jederzeit "kompetent und sachlich" gewesen. "Am Ende steht ein relativ ausgeglichenes Urteil, das den Erwartungen nahekommt und im Großen und Ganzen soweit in Ordnung geht", sagte Michael Cichon, Bevollmächtigter des Mühlenberger SV nach der Urteilsbekanntgabe – die jedoch vorerst nicht nach Außen dringen sollte. Erst wenn das Urteil in schriftlicher Form vorliegt – das kann noch ein oder zwei Wochen dauern – ist es rechtskräftig.

Zudem erwartet den Haupttäter noch ein Prozess vor dem Amtsgericht Hannover.

no