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Fußball überregional Heute beginnt die Champions League
Sportbuzzer Fußball überregional Heute beginnt die Champions League
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14:57 15.09.2009
Von Heiko Rehberg
Der Pott ist das Ziel.
Der Pott ist das Ziel. Quelle: AFP
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Aber auch das Motto „Geld und Tore“ beschreibt die Attraktion „Königsklasse“ sehr treffend. Allein Bayern München hat in der vergangenen Saison, obwohl im Viertelfinale am späteren Sieger FC Barcelona gescheitert, 34,566 Millionen Euro eingenommen. Das Traumziel aller 32 Klubs heißt diesmal Madrid: Dort findet am 
22. Mai 2010 das Endspiel der Saison 2009/2010 statt. Wir bringen Sie rechtzeitig zum heutigen Anpfiff der großen Fußballshow auf Ballhöhe.

Wer sind die Favoriten?

Zumindest für die Wettanbieter ist die Sache klar. Großer Favorit auf den Gewinn der Champions League ist zum Beispiel bei „bwin“ Real Madrid (Quote 4,3), gefolgt von Titelverteidiger FC Barcelona (5) und dem Michael-Ballack-Klub FC Chelsea (7). Die drei deutschen Klubs Bayern München, VfL Wolfsburg und VfB Stuttgart hat keiner auf der Rechnung. Titelambitionen hegen auch die drei Italiener AC Mailand (mit Ronaldinho), Inter Mailand (mit Samuel Eto’o) und Juventus Turin (mit dem früheren Bremer Diego). In jedem Fall gilt, was Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagt: „Es war nie schwerer als heute, diesen Wettbewerb zu gewinnen.“

Worauf dürfen sich Fußballfans in dieser Champions-League-Saison ganz besonders freuen?

Es gibt zwei interessante Experimente. Das eine unternimmt Real Madrid, das für unglaubliche 252 Millionen Euro neue Spieler eingekauft hat, aber dem alten Beuteschema treu geblieben ist: Hauptsache Weltstar (Cristiano Ronaldo, Kaka), Hauptsache teuer, Hauptsache ein Offensivspieler. Und ob das alles zusammenpasst und eine herausragende Mannschaft ergibt – weiß der Geier. Das andere mutige Experiment wird in München zu verfolgen sein. Dort hat der 
FC Bayern dank „Robbery“ (Franck Ribery und Arjen Robben) eine Offensive, die mit dem FC Barcelona mithalten kann. Die Münchener Abwehr erinnert mit Ausnahme von Philipp Lahm aber eher an Greuther Fürth, und es wird schon spannend zu sehen sein, wie weit man mit einem durchschnittlichen Torwart (Jörg Butt) und behäbigen Manndeckern (Daniel van Buyten) auf Spitzenniveau kommen kann. Die heutige Auftaktpartie beim israelischen Meister Maccabi Haifa wird in dieser Hinsicht noch keine Erkenntnisse liefern.

Was ist dem VfL Wolfsburg zuzutrauen?

Erst einmal sollte der deutsche Meister die Champions League genießen. Sie ist das, was Porsche für Volkswagen ist. Und für die gesamte Region Wolfsburg ist Europas Eliteliga ein Glücksfall. Während sich Hannover 96 zum Beispiel Gegner wie Arsenal London einlädt und dafür noch viel Geld bezahlen muss, spielt der VfL gegen Manchester United und kassiert dafür kräftig, allein das Antrittsgeld pro Begegnung ist mit 
550 000 Euro komfortabel. Dass die Wolfsburger ausgerechnet zum Start heute gegen ZSKA Moskau in einer kleinen Krise sind, ist ärgerlich. Umgekehrt gibt es keine bessere Ablenkung von den drei Pflichtspielpleiten in Folge. Läuft es gut, kämpft Wolfsburg in der Gruppe um Platz 2 oder 3.

Warum ist die Champions League für die Klubs eine Goldgrube?

7,2 Millionen Euro (für die Qualifikation und Antrittsgeld pro Spiel) hat jeder Klub bereits sicher. Pro Sieg kommen noch mal 800 000 Euro und pro Unentschieden 400 000 Euro hinzu. Aber das ist im Erfolgsfall längst nicht alles. Noch mehr Geld gibt es für das Erreichen von Achtelfinale (3 Millionen Euro), Viertelfinale (3,3 Millionen Euro) und Halbfinale (4 Millionen Euro). Der Sieger bekommt außerdem 7 Millionen Euro, der Verlierer immerhin 5,2 Millionen Euro. Wenn das keine Goldgrube ist ...

Wo ist die Champions League im Fernsehen zu sehen?

Alle 125 Spiele zeigt der Bezahlsender Sky live. Im frei empfangbaren Fernsehen ist SAT.1 am Ball, wo jeweils mittwochs ein Spiel mit deutscher Beteiligung (zum Auftakt morgen VfB Stuttgart gegen die Glasgow Rangers) zu sehen ist. Anschließend gibt es ausführliche Zusammenfassungen von bis zu vier weiteren Begegnungen sowie einen Rückblick auf die Dienstagspiele. Franz Beckenbauer übernimmt die Expertenrolle. Die Moderatoren sind Johannes B. Kerner, Oliver Welke und Andrea Kaiser, sodass der Privatsender gleich zwei Kaiser (Andrea und Franz) aufbietet.