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Fußball überregional Hannover 96 fliegt ins Trainingslager nach Portugal
Sportbuzzer Fußball überregional Hannover 96 fliegt ins Trainingslager nach Portugal
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19:41 03.01.2012
Von Norbert Fettback
Foto: Auf dem Weg zum ersten Training im neuen Jahr wurden die 96-Profis am Dienstag noch genau beobachtet. Am Mittwoch fliegen die „Roten“ an die Algarve, die meisten Fans bleiben hier.
Auf dem Weg zum ersten Training im neuen Jahr wurden die 96-Profis am Dienstag noch genau beobachtet. Am Mittwoch fliegen die „Roten“ an die Algarve, die meisten Fans bleiben hier. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Der Auftakt als Abschiedsvorstellung: Die Bundesligafußballer von Hannover 96 haben diesen Spagat gut hingekommen. Am Dienstagnachmittag trafen sie sich nach 15 Tagen Urlaub zum ersten Training im neuen Jahr, so mancher von ihnen hatte zuvor schon seinen Koffer gepackt: Bereits am Mittwoch geht es für die „Roten“ an der Algarve rund, wo sie sich bis zum 15. Januar für den Rückrundenstart die Woche darauf in Hoffenheim in Form bringen wollen. Rund 90 Minuten dauerte die gestrige Einheit auf der Übungsanlage; was dabei für die meisten der rund 200 Zuschauer nicht gerade spektakulär oder aufregend wirkte, empfand Jan Schlaudraff als durchaus anstrengend. „Locker reinkommen sieht anders aus“, sagte der 96-Stürmer. Das wiederum veranlasste Trainer Mirko Slomka zu einem kleinen Konter: „Ich fand es noch nicht so anspruchsvoll. Mal sehen, was er in den nächsten Tagen sagt.“

Dann soll es im Süden Portugals ordentlich zur Sache gehen, wie Slomka andeutete. Der 44-Jährige will im Trainingslager besonders darauf Wert legen, der Auswärtsschwäche beizukommen, unter der 96 in der Hinrunde litt, was an der mageren Bilanz von nur sechs Punkten abzulesen ist. Dazu wiederum sollen das taktische Verhalten und die Fitness verbessert werden. Denn die „Roten“, die als Tabellensiebter in die Rückrunde starten, wollen möglichst noch weiter nach oben, darin sind sich Schlaudraff und Slomka einig. „Wir wollen uns die Chance erhalten, auf Platz 6 zu schielen“, sagte der Trainer, der damit die erneute Qualifikation für die Europa League im Auge hat. Im laufenden internationalen Wettbewerb wiederum soll im Februar der FC Brügge nicht Endstation sein. „Mit frischer Kraft neu angreifen“, so bringt das Schlaudraff auf den Punkt.

Um die Voraussetzungen scheint es gut bestellt. Die 22 Spieler aus dem Profikader machten beim Trainingsauftakt einen gut erholten und motivierten Eindruck. Und einer wie der lange Zeit verletzte Henning Hauger nimmt endlich Anlauf, um in Hannover Fuß zu fassen. Slomka war selbst davon überrascht, dass der Mittelfeldspieler am Dienstag das komplette Programm absolvierte – und das „absolut schmerzfrei“, wie er anmerkte. Mit dem Portugiesen Carlitos, den so mancher schon fast vergessen hat, stößt am Mittwoch ein anderer Langzeitpatient zum Team. „Bisher war das ja keine glückliche Zweckgemeinschaft“, sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke. „Ich hoffe, dass sich das noch ändert.“

Auf einen Neuen muss bei 96 jedoch weiter gewartet werden. Slomka sagte zwar: „Wenn wir Verstärkung bekommen, sehr gerne!“ Er verneinte aber die Frage danach, ob sich im Trainingslager ein Überraschungsgast vorstellen werde: „Davon gehe ich momentan nicht aus.“

Möglicherweise ist das auch die Chance für Spieler aus der zweiten Reihe, den längst fälligen Schritt nach vorn zu machen. Zum Beispiel für einen wie Moritz Stoppelkamp, dem am Dienstag im Trainingsspiel das erste 96-Tor im neuen Jahr gelang. Wenn Slomka Mut und Selbstvertrauen anmahnt für die kommenden sportlichen Aufgaben: Bei Stoppelkamp ist er da bestimmt an der richtigen Adresse.

Norbert Fettback 02.01.2012
02.01.2012