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Fußball überregional Frings sieht wenig Chancen
Sportbuzzer Fußball überregional Frings sieht wenig Chancen
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12:17 09.07.2009
Torsten Frings
Torsten Frings
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„Klar möchte ich gern zur WM. Aber das ist nicht nur eine Frage des Willens, sondern auch, ob ich das darf“, erklärte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstag). Nach den Querelen mit Löw in der vergangenen Saison zweifelt der 79-malige Nationalspieler am Rückhalt beim DFB-Chefcoach: „Ob mich Trainer Joachim Löw dann will, ist wieder etwas anderes.“

Der Bundestrainer bleibt wenige Wochen vor dem Saisonstart und dem ersten WM-Qualifikationsspiel am 12. August in Baku gegen die von Berti Vogts betreute Auswahl von Aserbaidschan auch zurückhaltend: „Bei Torsten Frings muss man sehen. Er hatte in der letzten Saison wieder mit Verletzungen zu tun und kam daher erst am Ende besser in den Rhythmus“, sagte Löw.

Frings hatte nach der Europameisterschaft 2008 seinen Stammplatz an der Seite von Kapitän Michael Ballack verloren. Der Routinier kam in der Länderspiel-Saison 2008/09 auch wegen diverser Verletzungen lediglich auf zwei Teileinsätze im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland (2:1) und im Testspiel gegen Norwegen (0:1). Insgesamt stand er nur 74 Spielminuten auf dem Platz. Die Routiniers Ballack und Frings begehrten gegen Löws Verjüngungskurs im vergangenen Herbst sogar in Interviews auf, mussten daraufhin beim Coach zum Rapport antreten und mit öffentlichen Entschuldigungen einlenken.

Löw setzte zuletzt immer häufiger auf den Stuttgarter Thomas Hitzlsperger und den Leverkusener Simon Rolfes auf der Frings- Position. Mit der Entwicklung der beiden 27-Jährigen sei er „zufrieden“, erklärte der DFB-Chefcoach. Hitzlsperger und Rolfes seien zudem „jung und entwicklungsfähig“.

Der in Bremen zum Kapitän beförderte Frings will alles versuchen, „um mich durch eine gute Saison wieder für die Nationalmannschaft anzubieten“. Eine Nominierung für das Aserbaidschan-Spiel gilt auch als ziemlich sicher. „Ich glaube, wenn ein Spieler gute Leistungen bringt, will ein Trainer ihn schnell wieder im Kader haben. Und Erfahrung bringe ich ja zusätzlich noch mit“, sagte Frings in der „Welt“.

Allerdings bleibt er nach den jüngsten Negativ-Erfahrungen im Kreise der Nationalelf misstrauisch: „Aber die Vorstellungen von Löw kann ich nicht beeinflussen. Wenn er denkt, dass ein Anderer besser ins Team passt, dann ist es halt so.“

lni