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Fußball überregional Blatter würde gern Elfmeterschießen abschaffen
Sportbuzzer Fußball überregional Blatter würde gern Elfmeterschießen abschaffen
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13:35 08.03.2014
Immer wieder für Überraschungen gut: Fifa-Boss Blatter.
Immer wieder für Überraschungen gut: Fifa-Boss Blatter. Quelle: dpa
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Mönchengladbach

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat deutliche Kritik am Elfmeterschießen geübt. "Beim Elfmeterschießen verliert der Fußball seine Essenz. Er ist nicht mehr Mannschaftssport, es geht Eins gegen Eins. Und am Ende ist einer der Verlierer", sagte der Schweizer am Freitagabend in Mönchengladbach: "Das passt nicht in unser Spiel, und wir sollten versuchen, das rauszunehmen." Blatter nannte das Elfmeterschießen eine "Lotterie" und für den verschießenden Spieler eine "Tragödie". Als Aufruf zu einer Regeländerung wollte der Fifa-Chef seine Anmerkungen aber nicht verstanden wissen. Eine Lösung für das Dilemma habe auch er nicht parat.

Blatter äußerte sich bei der Veranstaltung in Mönchengladbach, wo er zu einem Vortrag über die "Soziale Verantwortung des Sports" eingeladen war, auch einer weiteren Kandidatur für das Spitzenamt im Fußball-Weltverband. "Ich bin bereit. Ich stehe zur Verfügung", erklärte der 77 Jahre alte Schweizer. Allerdings will er den Fifa-Kongress am 10. und 11. Juni in Sao Paulo kurz vor Eröffnung der WM in Brasilien noch abwarten, bevor er definitiv seine Kandidatur für eine fünfte Amtszeit verkündet.

Bisher hatte Blatter erklärt, dass er weitermachen würde, wenn ihn die Fifa-Mitglieder darum bitten. "Ich bin schon ein paar Mal gefragt worden. Beim Kongress werde ich dann mal schauen", sagte er. "Wir haben 209 Länder in der Fifa. Wenn die Mehrheit möchte, dass ich weitermache, dann mache ich weiter." Gewählt wird im Mai 2015. Einziger offizieller Bewerber ist bislang der Blatter-Vertraute Jérôme Champagne. Es gilt aber als fast sicher, dass Uefa-Präsident Michel Platini als weiterer Herausforderer antreten wird. Blatter, der am Montag 78 Jahre alt wird, ist seit fast 16 Jahren Fifa-Chef.

sid/dpa/frs