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Fußball überregional Ein Schuss und ein Treffer für Abdellaoue
Sportbuzzer Fußball überregional Ein Schuss und ein Treffer für Abdellaoue
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21:36 18.12.2011
Foto: Mohammed Abdellaoue (rechts) lässt Kevin Trapp beim 1:0 für 96 keine Chance.
Mohammed Abdellaoue (rechts) lässt Kevin Trapp beim 1:0 für 96 keine Chance. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Kaiserslautern

Er war damals der gefeierte Mann des Tages, dem alle Glückwünsche galten. Am Sonntag, als der 26-Jährige erneut für die Führung der „Roten“ bei den „Roten Teufeln“ gesorgt hatte, schien das Pendel erneut in diese Richtung auszuschlagen. Doch diesmal reichte das eine Tor von „Moa“ nicht, um drei Punkte einzusacken. Dass er Mitte der 2. Halbzeit auch noch ausgewechselt wurde, was nichts mit einer Verletzung zu tun hatte, machte den gestrigen Nachmittag für Abdellauoe nicht schöner.

Dass 96 in der Bundesliga keine Siege mehr gelingen wollen, dafür ist der beste Angreifer des Teams ein Spiegelbild. Zuletzt hatte Abdellaoue am 12. Spieltag getroffen, mit einem schönen Kopfball zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen Schalke 04 (Endstand 2:2). Seitdem herrschte Flaute bei ihm. Sechs Wochen ohne Torerfolg – das machte es seinem Team nicht leichter.

Doch „Moas“ Problem ist gleichzeitig ein kollektives Problem: Auch in Kaiserslautern war er als Einzelkämpfer in vorderster Linie viel zu häufig auf sich allein angewiesen. Wieder einmal konnte man die Zahl der verwertbaren Vorlagen, die von seinen Mitspielern kamen, an den Fingern einer Hand abzählen. Und selbst das Zuspiel, das er schließlich in der  13. Minute zur 96-Führung nutzte, war eigentlich gar keine richtige Vorlage: eher ein Befreiungsschlag von Sofian Chahed, der den Ball über 40 Meter nach vorn drosch. Wie der Norweger die Aktion dann allerdings vollendete, bewies seine große Klasse: ein kurzer Sprint, ein kurzer Blick, und ab durch die Mitte, zwischen den Beinen von Torwart Kevin Trapp hindurch ins Tor.

Es sollte Abdellaoues einziger Torschuss in Kaiserslautern bleiben. Er hätte es wohl noch ein weiteres Mal versuchen können. In der 30. Minute stürmte er auf Trapps Tor zu. Er wollte selbstlos quer legen auf Jan Schlaudraff. Der hätte vor dem (fast) freien Tor gestanden und mit großer Wahrscheinlichkeit das Spiel entschieden – wenn der Ball angekommen wäre. Aber eine vorwitzige Grassode aus dem arg ramponierten Rasen stand dem buchstäblich im Weg. So blieb der Sonntag trotz des Tores kein besonders schöner Arbeitstag für den mit neun Treffern in der Meisterschaft bislang treffsichersten 96-Schützen. Es scheint, als sollte ihm die Weihnachtspause besonders gelegen kommen, um im neuen Jahr mit frischer Kraft zurückzukehren – und den 96-Torjägerrekord anzupeilen. Seit dem Wiederaufstieg halten Fredi Bobic und Didier Ya Konan mit je 14 Treffern die Bestmarke.

Norbert Fettback und Volker Wiedersheim