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Fußball überregional Bayern München gewinnt Double: 4:0 gegen Bremen
Sportbuzzer Fußball überregional Bayern München gewinnt Double: 4:0 gegen Bremen
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18:32 16.05.2010
Jubelnde Bayern-Spieler
Jubelnde Bayern-Spieler Quelle: dpa
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Das Double ist geschafft, das historische Triple zum Greifen nah: Angeführt von einem überragenden Arjen Robben hat der FC Bayern München eine Woche nach dem Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft mit dem 4:0 (1:0) gegen Cup-Verteidiger Werder Bremen auch den DFB-Pokal gewonnen und damit das achte Double der Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Vor 72.954 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion drückten Tore von Robben (35./Handelfmeter), Ivica Olic (51.), Franck Ribéry (63.) und Bastian Schweinsteiger (83.) die Überlegenheit der Bayern eine Woche vor dem Champions League-Endspiel gegen Inter Mailand auch zahlenmäßig aus. Bei den gedemütigten Bremern herrschte dagegen Enttäuschung pur: Nach einem Frustfoul sah Kapitän Torsten Frings 14 Minuten vor Schluss die Gelb-Rote Karte.

Robben war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Münchner, die dem Pokal-Finale mit ihrer Erfolgsformel Ballbesitz eindrucksvoll den Stempel aufdrückten. Sieben Tage vor dem krönenden Saisonabschluss in Madrid war der 26-jährige Ballkünstler aus den Niederlanden von den Bremern nie zu stoppen, dribbelte nach Herzenslust und schoss aus allen Lagen. Ihm kaum nach stand Jung-Nationalspieler Thomas Müller, der allerdings im Abschluss Schwächen zeigte. Klar im Schatten dieses Duos stand lange Zeit Ribéry, der bei seinem letzten Auftritt in dieser Spielzeit erst im zweiten Durchgang aufdrehte und mit dem dritten Tor alles klar machte.

Deutlich weniger zur Attraktivität des Spiels trugen die Bremer bei. Werder-Coach Thomas Schaaf, der seinen vierten Cup-Sieg verpasste, hatte sein Team kurzfristig umstellen müssen. Für den an muskulären Problemen laborierenden Petri Pasanen kam Sebastian Boenisch auf der linken Abwehrseite zum Zuge. Eine Überraschung bei den Grün-Weißen war der Einsatz von Spielgestalter Mesut Özil als zweite Spitze neben Claudio Pizarro. Die taktische Maßnahme verfehlte indes ihre Wirkung, denn in ungewohnter Rolle blieb der Nationalspieler 45 Minuten lang blass. Nach der Pause korrigierte Schaaf seine Aufstellung, brachte Hugo Almeida als zweiten Angreifer und stellte im Mittelfeld auf eine Raute um.

Das Duell der beiden besten Sturmreihen der Liga begann spektakulär. Schon in der 3. Minute lieferte Robben eine erste Kostprobe seiner Schusstechnik, doch Tim Wiese lenkte den Ball aus 18 Metern über die Latte. Sekunden später köpfte der unbedrängte Martin Demichelis über das Bremer Tor. Dann setzte auch Werder ein Achtungszeichen durch Pizarro, der nach tollem Solo im Strafraum in Jörg Butt seinen Meister fand. Der in letzter Minute auf den WM-Zug aufgesprungene Bayern-Schlussmann parierte auch den Nachschuss von Frings (8.).

Dann war wieder Robben der Mann mit den besten Ideen. In der 24. Minute verfehlten Müller und Olic eine scharfe Hereingabe des Niederländers aus kurzer Distanz, dann verfehlte „Super-Arjen“ nach schönem Doppelpass mit Müller das Bremer Gehäuse (30.). Gegen das Strafstoß-Geschoss von Robben war aber auch Elfmeter-„Killer“ Wiese machtlos. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne hatte zu Recht auf den Punkt gezeigt, nachdem Per Mertesacker bei seiner Abwehraktion gegen Olic die Hand zu Hilfe genommen hatte. Das mögliche 2:0 verpasste kurz vor der Pause Müller (42.) auf Zuspiel von Ribéry.

Das Versäumte holte Olic sechs Minuten nach Wiederbeginn nach, und wieder war Mertesacker beteiligt. Der Nationalverteidiger köpfte Robbens Eckball an den Rücken von Daniel van Buyten, den Abpraller drückte der Kroate reaktionsschnell über die Linie. Dagegen war von den Bremern außer einer Chance für den eingewechselten Almeida (48.) im zweiten Durchgang wenig zu sehen. Mit einem Solo von der Mittellinie aus beseitigte schließlich Ribéry auch die letzten Zweifel am verdienten Sieg der Bayern. Auch bei diesem Treffer war Wiese, der sich ebenso wie WM-Konkurrent Butt keinen Fehler leistete, völlig machtlos. Auf Zuspiel von Philipp Lahm setzte Schweinsteiger schließlich den Schlusspunkt.

dpa