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Fußball überregional „Auch eine wirtschaftlich attraktive Zeit“
Sportbuzzer Fußball überregional „Auch eine wirtschaftlich attraktive Zeit“
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08:09 20.12.2011
Foto: Hält Überraschungen in der Europa League für möglich: Klubchef Martin Kind.
Hält Überraschungen in der Europa League für möglich: Klubchef Martin Kind. Quelle: dpa
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Hannover

Herr Kind, wie fällt Ihre Hinrundenbilanz der Bundesliga aus?

Zufriedenstellend. Wir haben das erreicht, was bei realistischer Betrachtung und angesichts der Belastungen durch die Europa League zu erreichen war, und bestätigt, dass der  4. Platz der Vorsaison kein Zufall war.

27 Pflichtspiele in rund viereinhalb Monaten haben ihre Spuren hinterlassen, wie sich zuletzt in der Liga zeigte. Ist das ein Grund, in der Winterpause nach Verstärkungen Ausschau zu halten?

Wir sind da noch am Diskutieren und Abwägen. Wenn wir etwas machen, dann muss es eine Entscheidung sein, die auf dreieinhalb Jahre ausgerichtet ist. Einen Schnellschuss wird es nicht geben.

Haben Sie für das auch wirtschaftlich gute Jahr 2011 schon Kassensturz gemacht?

Das werden wir Ende Dezember tun. Ich kann aber schon sagen, dass wir sehr zufrieden sind. Erstmals für 96 war das auch eine wirtschaftlich attraktive Zeit.

Allein mit der Europa League hat 96 dem Vernehmen nach 15 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das muss für Sie doch ein völlig ungewohntes Gefühl sein.

Zwischen Umsatz und Ertrag muss man deutlich unterscheiden. Die neue Situation hat es uns ermöglicht, einiges aus der Vergangenheit abzuarbeiten. Dazu haben wir jetzt die Option, die Eigenkapitalausstattung und die Liquididät deutlich zu verbessern – das bedeutet Handlungsfähigkeit.

Hat sich in den vergangenen Monaten etwas an der öffentlichen Wahrnehmung von Hannover 96 geändert?

Dafür gibt es viele positive Anzeichen, sowohl lokal, regional als auch national. Auch andere Klubs signalisieren, dass in Hannover eine gute Arbeit geleistet worden ist. Bei Fans und Zuschauern spürt man besonders: 96 ist angekommen in Hannover.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten für 2012 in Bezug auf den von Ihnen geführten Klub, wie würden diese lauten?

Dass Realismus und Vernunft immer obenan stehen, dass die sportliche Entwicklung kontinuierlich fortgesetzt wird mit dem Ziel, sich im oberen Drittel der Bundesliga festzusetzen, und dass wir uns wirtschaftlich gesund weiterentwickeln.

Den Gewinn der Europa League haben Sie nicht erwähnt ...

Das wäre sehr mutig. Aber die Mannschaft zeichnet es aus, dass sie ihre Chance sucht. Da sind Überraschungen möglich.

Interview: Norbert Fettback