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VfL Wolfsburg Relegation: Stefaniak feiert im leeren Wohnzimmer
VfL Wolfsburg Relegation: Stefaniak feiert im leeren Wohnzimmer
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20:22 06.07.2017
Gab beim Auftakt Vollgas: VfL-Neuzugang Marvin Stefaniak (l.). Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Als Allererstes hing Ende Mai der Fernseher an der Wand der neuen Wohnung. „Das war die Hauptsache. Ich habe die Relegation dann mit einem Kumpel und meinem Vater geschaut“, verrät Stefaniak. Und zwar von einer Gartenbank aus – mehr stand an Einrichtung noch nicht. Stefaniak, dessen Transfer noch von Ex-VfL-Manager Klaus Allofs eingefädelt worden war, wäre aber auch im Falle des Abstiegs gekommen, was der frühe Umzug unterstreicht. „Im Urlaub habe ich dann alles einrichten können“, sagt Stefaniak. „Wolfsburg ist klein, aber fein.“

Für den VfL wird der 22-Jährige mit der Rückennummer 34 auflaufen – der Abgang von Ricardo Rodriguez zum AC Mailand macht’s möglich. „Das war meine erste Nummer im Profibereich, daher bin ich froh, dass sie freigeworden ist“, sagt der Neuzugang, der sich die Nummer nach seinem Profidebüt sogar auf das rechte Schienbein tätowieren ließ – nur eines von vielen Kunstwerken: Auch auf dem Oberkörper und dem linken Arm hat Stefaniak Motive. Das liegt in der Familie. „Mein Vater ist auch tätowiert, genau wie meine Mutter und meine Geschwister. Nur meine Oma hat kein Tattoo – sie müssen wir auch noch ins Studio schicken“, lacht Stefaniak.

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Sportlich ist der Wechsel nach Wolfsburg der nächste Schritt. „Ich merke den Unterschied zur 2. Liga. Der Ball läuft schneller und ist schwieriger zu erobern, die Zweikämpfe sind härter. Ich denke aber, dass sich mein Körper schnell daran gewöhnen wird“, ist sich der Offensivmann sicher. Dann will Stefaniak seine Stärken ausspielen. Er selbst sieht sich „im Technikbereich sehr gut, bei Annahmen, Mitnahmen und scharfen Pässen.“ Der Mittelfeld-Mann würde sich dagegen gern in der Offensive verbessern: „Bei Torschüssen muss ich mir mehr zutrauen, vielleicht ein bisschen egoistischer sein. Standards schieße ich aber gern.“

Von Yannik Haustein