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VfL Wolfsburg Kaderumbau: So früh war der VfL lange nicht so weit
VfL Wolfsburg Kaderumbau: So früh war der VfL lange nicht so weit
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22:08 21.06.2017
Kam aus Porto Alegre: Rechtsverteidiger William. Quelle: Imago Sportfotodienst
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Wolfsburg

Transfers auf den letzten Drücker – das war mal beim VfL... „Wir haben ein klares Konzept für die neue Saison. Und das wollen wir so schnell wie möglich umsetzen“, sagt Rebbe, der mit Marvin Stefaniak (Dresden), John Anthony Brooks (Hertha BSC), Landry Dimata (Oostende) und William (Porto Alegre) schon vier Neue sicher hat. Damit sind wesentliche Baustellen in dem in der vergangenen Saison schlecht zusammengestellten Kader geschlossen. Stefaniak soll als Linksaußen den Konkurrenzkampf erhöhen, Brooks soll die Wackel-Abwehr dicht machen, Dimata kann sowohl auf dem Flügel als auch im Sturmzentrum agieren – und William wird mit Sebastian Jung um den Platz hinten rechts kämpfen.

Wichtig ist Rebbe und Trainer Andries Jonker, dass auf jeder Position ein hoher Konkurrenzkampf herrscht, dass es gleichzeitig nicht unbedingt mehr als zwei Spieler im Kader gibt, die auf derselben Position ihre Stärken haben. Das Ziel: Wer im Training Gas gibt, soll eine realistische Chance haben, am Wochenende zu spielen – und Jonker will dabei keine Rücksicht auf Namen nehmen. „Wir brauchen Spieler, die total fokussiert sind, wenn es bei uns wieder losgeht“, fordert Rebbe. „Wir brauchen Spieler, die sich total auf unseren Weg konzentrieren, sich nur darauf besinnen.“

Der Sportdirektor verliert trotz des rasanten Umbaus auch das Thema Idendtifikation mit Klub und Stadt bei den Neuen nicht aus den Augen, nachdem im vergangenen Sommer gleich mehrere Stars den Klub hatten verlassen wollen, weil sich der VfL nicht für den internationalen Wettbewerb qualifiziert hatte. Ein Jahr später geht’s nach einer Katastrophen-Saison um den Neuaufbau. Luiz Gustavo, Jakub Blaszczykowski, Christian Träsch und Vieirinha dürften den nicht mitgestalten, sie bleiben Wechsel-Kandidaten.

Außer Gustavo sind das alles Spieler für die rechte Seite, doch keiner konnte überzeugen – so dass Rebbe noch nach einem Spieler mit Geschwindigkeit und Torgefahr Ausschau hält. Der Sportdirektor vielsagend: „Da könnte sich noch etwas tun.“

Von Engelbert Hensel