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Sport in Gifhorn Nick Bier: In Kienbaum geht’s um London
Sport in Gifhorn Nick Bier: In Kienbaum geht’s um London
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16:37 12.12.2019
Langer Weg nach Tokio: Der Gifhorner Nick Bier kämpft kurz vor Weihnachten beim Ausscheidungsturnier in Kienbaum um das deutsche Ticket für die europäische Olympia-Quali im kommenden März in London. Quelle: Sebastian Preuss
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Gifhorn

Trainer Vitali Boot erklärt, was seinen Schützling in Kienbaum erwartet: Das Teilnehmerfeld in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm ist erlesen.

Gastkämpfer Viktor Petrov, 2015 Dritter bei den European Games, sorgt für internationales Flair. „Petrov ist hart im Nehmen“, so Boot. Wenngleich er betont, „dass alle drei Duelle wichtig sind“, liegt der Fokus natürlich auf den deutschen Konkurrenten. „Wall und Schachidov“, erklärt Boot, „befinden sich auf demselben Niveau.“

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Paul Wall: Der Berliner hat in diesem Jahr nicht nur Bronze bei der Militär-WM geholt, sondern auch seinen zweiten DM-Titel – erneut durch einen Finalsieg gegen Bier. „Wall ist ein Rechtsausleger und ein besserer Techniker als Schachidov“, sagt Boot. Das BCG-Ass hat Wall aber auch schon geschlagen. „Nick muss die Ruhe bewahren, dann kann er es schaffen“, ist der Coach überzeugt.

Magomed Schachidov: Auch auf Schachidov hält Boot große Stücke. „Er ist ein Charaktermensch, gibt nie auf.“ Allerdings machte dem Münchner zuletzt eine langwierige Handverletzung zu schaffen. „Nick hat zwar 2018 mal in der Liga gegen ihn verloren, aber das Urteil war sehr umstritten“, erinnert sich der BCG-Trainer. „Nick muss Punkte sammeln, braucht schnelle Beine und eine schöne Technik.“

Es ist, wie erwähnt, nicht die letzte Hürde auf dem Weg zu Olympia. Der Sieger von Kienbaum vertritt Deutschland im März beim europäischen Quali-Turnier in London, wo sechs Tokio-Tickets vergeben werden. Die Entscheidung, wer in der englischen Hauptstadt dabei ist, trifft eine siebenköpfige Kommission um Cheftrainer Eddie Bolger; ursprünglich hieß es, sie verkünde ihr Urteil erst im Januar. Boot geht allerdings von einem schnelleren Prozedere aus: „Schon am 22. Dezember steht fest, wer fährt.“

Von der AZ/WAZ-Redaktion