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Nachrichten Wissen Zahl tödlicher Motorradunfälle steigt
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08:48 20.11.2015
Bis Juli verloren in Deutschland 408 Menschen auf Motorrädern ihr Leben, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht. (Symbolbild) Quelle: Julian Stratenschulte
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Berlin

Wie eine Umfrage ergab, starben etwa in Nordrhein-Westfalen allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres schon mehr Motorradfahrer bei Unfällen als im gesamten Vorjahr. Auch bundesweit ist ein Anstieg zu verzeichnen.

Bis Juli verloren in Deutschland 408 Menschen auf Motorrädern ihr Leben, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Das sind 7,4 Prozent mehr Opfer als im Vorjahreszeitraum, als 380 Biker starben.

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Biker fahren zu risikoreich

In Nordrhein-Westfalen waren es laut Innenministerium 72 Motorradfahrer, das sind zwei Tote mehr als im ganzen vergangenen Jahr und drei mehr als 2013. In vielen Fällen fahren Biker nach Einschätzung der Behörde zu schnell und zu risikoreich. Der Polizei sei es aber in einigen Regionen gelungen, durch Kontrollen die Unfallzahl zu verringern. Insgesamt seien im laufenden Jahr bislang über 4300 Motorradfahrer in Unfälle verwickelt gewesen, so viele wie seit 2011 nicht mehr.

Der Verkehrsminister des Landes, Ralf Jäger (SPD), wies bereits darauf hin, dass Raser auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen: „Es sind unverantwortliche Raser, die nicht nur sich, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer gefährden.“ Ein Teil der Biker habe an einer defensiven Fahrweise allerdings kein Interesse, wie ein Unfallforscher erklärt.

Anstieg tödlicher Motorradunfälle

Ein Anstieg der tödlichen Motorradunfälle ist auch im Süden Deutschlands zu beobachten. Bis Oktober ließen in Baden-Württemberg 102 Biker ihr Leben auf der Fahrt, drei mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Durchschnitt der letzten Jahre liegt laut Innenministerium bei 84 Todesopfern. Die Zahl aller Unfälle mit Motorrädern lag in dem Land leicht über dem Durchschnitt - in Bayern dagegen war sie etwas niedriger als im Vorjahr. Trotzdem forderten derartige Unfälle im bayerischen Freistaat bis September mit 120 tödlich Verunglückten sechs Opfer mehr als im gleichen Zeitraum 2014.

Im Osten der Republik ist die Lage uneinheitlich. Während in Sachsen-Anhalt bis August drei Biker mehr bei Unfällen starben als in den ersten Monaten des Vorjahres, zeichnet sich in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Ende der Saison ein Rückgang ab. Dort kamen im laufenden Jahr elf Motorradfahrer ums Leben. 2014 waren es bis zum Jahresende 18. Statt überhöhter Geschwindigkeit wie noch im Vorjahr waren Vorfahrtsmissachtungen in diesem Jahr die Hauptursache.

 Auch in Berlin ist die Zahl der tödlichen Motorradunfälle 2015 vergleichsweise gering. Bislang starben fünf Motorradfahrer in der Hauptstadt. Im gesamten Vorjahr waren es zwölf.

dpa

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