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Wissen Urlaub zu Hause: Einrichtungstipps für das Sommer-Wohnzimmer
Nachrichten Wissen Urlaub zu Hause: Einrichtungstipps für das Sommer-Wohnzimmer
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05:00 21.05.2019
Das Esszimmer für den Sommer im Freien: Terrassen sollten so möbliert werden, wie man auch die Räume im Haus einrichtet – mit gemütlichen Sitzgruppen, kleinen Regalen, Leuchten und Accessoires. So kann der Urlaub zuhause starten. Quelle: Weishäupl/dpa-tmn
Köln

Mit den warmen Sonnenstrahlen dürfen die Gartenstühle wieder nach draußen. Nur Stühle? Damit geben sich viele längst nicht mehr zufrieden: Die Einrichtung von Balkon und Terrasse ist längst kaum noch zu unterscheiden von der des Ess- und Wohnzimmers. Aus gutem Grund. Wer dort seine Freizeit, die Wochenenden oder sogar den Urlaub verbringt, soll sich nicht weniger wohlfühlen als im restlichen Zuhause. Hier sind einige Tipps zur Einrichtung:

Pflanzen: Wie ein kleiner Dschungel in der Stadt

So individuell das Wohlfühlgefühl ist, so individuell ist der Einrichtungsgeschmack. Eines verbindet: Nur ein Stuhl und ein Tisch auf dem sonst leeren Balkon machen noch keinen Wohlfühlraum. Stellen Sie sich mal Ihr Ess- und Wohnzimmer vor, wenn nur die Couch oder ein Stuhl darin stehen würde. Neben Möbeln sollten auch Accessoires genutzt werden. Auf der Hand liegen hier natürlich Pflanzen – und tendenziell werden es immer mehr. Statt nur nach ein paar Kästen mit den üblichen Balkonpflanzen, sehnen sich die Menschen vermehrt nach einem urban jungle – einem kleinen grünen Dschungel mitten in der Stadt, sagt Trendforscher Frank A. Reinhardt aus Köln.

Holzfußboden statt Beton: Gemütlich und bequem muss es sein

Die Möbel selbst sollten einladen, darauf länger sitzen zu wollen, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Wichtig seien dabei bequeme Polster. Wer die Idee des Sommer-Wohnzimmers durchdenkt, holt sich das, was das eigene Wohnzimmer so gemütlich macht: zum Beispiel einen Holzfußboden statt des nackten Betonbodens – wetterfeste Klicksysteme für Heimwerker gibt es in Baumärkten. Und darauf kommt ein regenfester Teppich. Regale oder moderne Obstkisten bieten Pflanzen wie auch Dekorationen Platz. Natürlich sollte man auch an Kissen und Polster denken, Leuchten oder Lampions sorgen für die Abendstimmung. Und wie wäre es mit einem Cocktailglas mit Deckel gegen nervige Wespen für den ersten Urlaubsdrink?

Plastik oder Holz: Welches Material eignet sich für Balkonmöbel?

Jedes Material hat andere Vorzüge. Kunststoff-Möbel sind laut der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) kostengünstig und pflegeleicht. Weil die Witterung dem Kunststoff mit der Zeit zusetzt, müssen sie aber eingelagert werden. Dasselbe Problem besteht mit Holzmöbeln. Sie sollten daher aus robusten Sorten wie Teak, Eukalyptus, Bangkirai und Red Meranti bestehen, rät die DGM. Sie sind aber teurer als Kunststoff. Alternativ können die Hölzer mit Schutzmitteln wie Lack und Ölen entsprechend haltbar gemacht werden.

Hitze und Regen: Beim Möbelkauf an die Witterung denken

Metall empfehlen die Experten insbesondere für Möbel, die jedem Wetter ausgesetzt werden. Hier sollte man aber auf witterungsfeste Lacke achten. Tischplatten aus Glas oder Metall können zudem im Sonnenschein spiegeln - sie sind also eher etwas für Schattenplätze.

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Platzfrage: Genügend Raum für Tisch und Stuhl

Ein Stuhl hat eine Fläche von etwa 50 mal 60 Zentimetern. Die DGM rät, zusätzlich 20 bis 30 Zentimeter in der Länge zu bemessen, damit man den Stuhl verrücken kann. Ein Tisch sollte pro Platz mindestens einen Meter lang sein, um bequem daran essen zu können. Um eine ganze Essgruppe sollte man einen halben Meter Platz einplanen, damit man gut drumherum laufen kann. Gerade für Balkone bieten sich Klappmöbel an, die sich platzsparend wegstellen lassen und Sonnenschirme, die an der Balkonbrüstung festgeklemmt werden.

Grell oder dezent: Welche Farben sollte ich wählen?

Jede Farbe, die gefällt, ist richtig. Es gibt aber auch Praktisches zu bedenken: Dunkle Materialien werden in der Sonne heiß. Gerade bei Kunststoffen und Metall, die sich leicht aufheizen, sollte man helle Polster einplanen, rät die DGM. Und wer einen empfindlichen Bodenbelag aus Naturstein hat, sollte keine Holzmöbel mit dunklen Holzlacken oder Lasuren kaufen. Regenwasser kann sie auswaschen und dann den Boden damit einfärben. Darüber hinaus empfiehlt Möbelexpertin Geismann, die Sonneneinstrahlung zu bedenken: Leuchtende und grelle Farben wie Gelb und Orange können im Sonnenschein blenden.

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Grau oder blau: Welche Einrichtungsfarben sind im Trend?

Grau ist seit längerem die Modefarbe für Outdoor-Polster und Möbel, das ändert sich auch erstmal nicht. Farbige Akzente bieten Kissen oder Accessoires, etwa in Rot, Grün – und vor allem Blau: für Geismann die neue Trendfarbe auf dem Balkon. „Der Himmel ist auch blau, und es passt wie in der Natur gut zum Grün der Pflanzen“, erklärt die Trendanalystin des Möbelverbandes. Allerdings gibt es für die Hauptmöbel vermehrt kräftigere Farben. „Etwa am Sessel, der zu der grauen Sitzgruppe dazugestellt wird“, erklärt Reinhardt. Die Sesselfarbe findet sich auch in den Kissen wieder.

Gartensessel oder -sofa: Wie sehen die trendigen Möbel aus?

Die Möbel ähneln denen im Wohnzimmer. Gartenmöbel haben inzwischen eine solche Qualität, dass sie theoretisch im Winter auch im Haus stehen könnten, ohne aufzufallen. „Es gibt zum Beispiel richtige Sessel zum Reinkuscheln, die sehr hochwertig sind. Das hat nichts mehr mit den einstigen Kunststoff-Stapelstühlen zu tun“, sagt Reinhardt.

Loungemöbel und Gartenteppich: Ein Wohnzimmer für draußen

Der über viele Jahre stiefmütterlich behandelte Bereich Garten, Terrasse und Balkon erlebt stilistisch seit Jahren eine Aufwertung. Im Freiluft-Wohnraum stehen inzwischen Sofas und passende Tische, lange Esstafeln und Lounge-Sessel. Auch Teppiche für den Balkonboden sind inzwischen Standard im Sortiment. Die Firmen investieren viel in die Entwicklung witterungsfester Materialien für Outdoor-Produkte.

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Von RND/dpa/hb

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