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Wissen Traum vom eigenen Trampolin: Tipps für Eltern
Nachrichten Wissen Traum vom eigenen Trampolin: Tipps für Eltern
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12:04 27.03.2019
Wenn mehrere Kinder auf einem Trampolin springen, kann es schnell zu Zusammenstößen oder unkontrollierten Sprüngen kommen. Quelle: Pixabay
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Berlin

Ein eigenes Trampolin steht bei vielen Kindern ganz oben auf der Wunschliste – und damit in vielen Gärten der Deutschen. Der Spaß kann aber, wenn Kinder sie falsch benutzen, schnell ernst werden. Der Nachwuchs kann sich schnell schwer verletzen. Christopher Spering ist Orthopäde und Chirurg. Er weiß, was zu beachten ist und gibt in der Zeitschrift „test“ der Stiftung Warentest Tipps.

Nur alleine auf das Trampolin

Hüpfen mehrere Kinder gleichzeitig auf dem Trampolin herum, kann es schnell zu Zusammenstößen und unkontrollierten Sprüngen kommen. Gerade wenn eines der Kinder deutlich mehr als das andere wiegt, etwa weil es größer ist, ist die Gefahr groß. Es entsteht ein Katapulteffekt – das kann besonders für das leichtere Kind gefährlich enden.

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Keine Kopfüber-Kunststücke

Ob im Zirkus oder beim Parkour: Formen von Sprungakrobatik gibt es schon lange. Für den Nachwuchs sollten gewagte Sprünge jedoch ein Tabu sein. Kinder könnten bei gescheiterten Salto-Versuchen auf dem Nacken landen und sich am Halswirbel verletzen, warnt Spering. Von Überschlägen rät er entschieden ab.

Was Eltern beachten sollten

Trampoline müssen seit 2015 der EU-Norm für Spielzeugtrampoline entsprechen. Anhand dieser Richtlinie sollten Eltern regelmäßig das Trampolin ihres Kindes auf Schäden kontrollieren: Sitzen alle Abdeckungen korrekt? Sind die Netze stabil und verschlossen?

Oft werden die Mängel unterschätzt: Schon ein kleines Loch im Netz kann sich, wenn man falsch darauf fällt, so weiten, dass das Kind auf den harten Boden kracht. Eltern sollten den Nachwuchs im Allgemeinen beim Springen beaufsichtigen, um bei Fehlverhalten oder Unfällen sofort eingreifen zu können.

In der Mitte springen

Idealerweise springt man immer von der Mitte der Matte ab. Die ist markiert und damit leicht anzuvisieren. So sinkt die Gefahr, auf die abgedeckten Stahlfedern am Rand des Trampolins zu fallen – denn das kann sowohl gefährlich als auch schmerzhaft werden.

Ab dem sechsten Lebensjahr

Kleinkinder und erst recht Babys haben auf Trampolinen nichts verloren, betont der Mediziner. Zum einen sei die Gefahr durch die Wurfkraft der Matte gegenüber dem Gewicht der Kinder zu stark. Zum anderen fehle Kleinkindern die nötige Koordination. Erst ab dem sechsten Lebensjahr sei ein Trampolin für den Nachwuchs empfehlenswert. Hierbei ist es wichtig, Kinder vorsichtig heranzuführen und auf die große Verletzungsgefahr hinzuweisen.

Der Testsieger unter den Trampolinen

Die Stiftung Warentest hat zehn Trampoline getestet. Die Hälfte schnitt „gut“ ab. Testsieger wurde das Springfee Medium Round R79 (Note 1,6) – mit 1300 Euro das teuerste Modell im Test. Statt Stahlfedern kommen hier Fiberglasstangen zum Einsatz.

Zudem bewerteten die Tester vier Modelle als „befriedigend“. Ein Trampolin schnitt als „mangelhaft“ ab – unter anderem wegen Strangulationsgefahr am Netz.

Von RND/dpa/jo

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