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Wissen Teilnahme an Betriebsausflug ist keine Pflicht
Nachrichten Wissen Teilnahme an Betriebsausflug ist keine Pflicht
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14:48 15.08.2019
Mitarbeiter sind nicht dazu verpflichtet, an einem Betriebsausflug teilzunehmen.
Düsseldorf

In der Zeit nach den Sommerferien ist Hochkonjunktur für Firmenausflüge. Wenn die Firma einen Betriebsausflug plant, sind Mitarbeiter nicht dazu verpflichtet, daran teilzunehmen. Darauf weist der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hin. Der Arbeitsvertrag verpflichte lediglich nur zur Arbeit.

Betriebsausflug: Niemand wird gezwungen

Zwar besteht kein Zwang, an einem Ausflug teilzunehmen, allerdings heißt das aber nicht, dass Mitarbeiter stattdessen einfach zu Hause bleiben können. Wer nicht am Betriebsausflug teilnehmen möchte und keinen Urlaub beantragt hat, muss laut DGB arbeiten. Wenn das Firmengelände wegen des Ausflugs geschlossen bleibt, sei diese Möglichkeit aber ausgeschlossen. Umgekehrt gelte aber: Es darf kein Mitarbeiter ausgeschlossen werden, wenn der Ausflug für den ganzen Betrieb oder zumindest eine ganze Abteilung gedacht ist. Es sei denn, es muss einen Notdienst geben. Dann können einzelne Mitarbeiter zum Arbeiten verpflichtet werden.

Wird der Betriebsausflug entlohnt?

Beschäftigte behalten ihren Lohnanspruch, wenn sie am Ausflug teilnehmen. Trotzdem bauen sie keine Überstunden auf, wenn der Betriebsausflug das offizielle Arbeitsende überschreitet. „Wenn der Betriebsausflug während der Arbeitszeit stattfindet, gilt er rechtlich auch als solcher“, sagt Micheal Eckert, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) und des DAV-Vorstandes sowie Vorsitzender des Anwaltsvereins Heidelberg. Arbeitnehmer müssten die Zeit nicht nacharbeiten und bekämen auch ihren regulären Lohn.

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Unfallversicherung während des Ausflugs

Alle Teilnehmer sind während eines Betriebsausflugs über die Berufsgenossenschaft (BG) versichert, sofern zu der Veranstaltung der gesamte Betrieb oder einzelne Abteilungen eingeladen sind. Sollte es zu einem Unfall kommen, wird er als Arbeitsunfall aufgelistet. Das gilt auch für den Hin- und Rückweg. Allerdings gilt die Versicherung nur bis zum offiziellen Ende des Ausflugs. Wenn einzelne Mitarbeiter darüber hinaus noch weiter feiern, greift die Unfallversicherung über die BG nicht mehr.

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Feiern trotz Freistellung?

Beim Betriebsausflug dürfen alle mitfeiern. Das gilt auch für Mitarbeiter, wenn diese gekündigt haben und bis zum Ablauf der Kündigungsfrist freigestellt sind. Das hat das Arbeitsgericht Köln entschieden. Weil der Betriebsausflug zur Arbeitszeit zählt, bedeutet das auch, dass sich kranke Mitarbeiter melden müssen. Fordert der Arbeitgeber ab dem ersten Krankheitstag ein Attest, ist dieses auch vorzuzeigen, wenn der Ausflug am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit stattfindet.

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RND/dpa

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