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Wissen Schwimmen: So finden Sie den richtigen Stil
Nachrichten Wissen Schwimmen: So finden Sie den richtigen Stil
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15:00 24.07.2019
Schwimmen schont die Gelenke, Sehnen und Bänder. Aber nicht jeder Schwimmstil ist für jeden gleichermaßen gut. Quelle: Inga Kjer/dpa-tmn
Berlin

Schwimmen schont die Gelenke, Sehnen und Bänder. Das Wasser gibt Auftrieb und erhöht gleichzeitig den Widerstand, der hier 14-mal so hoch wie an Land ist. Der Sport ist perfekt für Menschen, die ihr Herz-Kreis-Laufsystem sowie ihre Lungen trainieren wollen. Das schreibt die Zeitschrift der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände „Neue Apotheken Illustrierte extra“ (Ausgabe 4/19). Doch Menschen mit chronischen Beschwerden oder Erkrankungen sollten sich vor dem Sprung ins Wasser über einen geeigneten Schwimmstil informieren.

Brustschwimmen kann Nacken und Rücken belasten

Schwimmen ist vor allem auch für Menschen mit Rückenbeschwerden sowie Übergewichtige gut geeignet. Allerdings kommt es dann auf die richtige Haltung an. Denn nicht jeder Schwimmstil ist für jeden gleichermaßen angenehm. Das Brustschwimmen mit Beinschere ist eine größere Belastung für den Körper, als etwa Kraulen oder Rückenschwimmen. Wird der Nacken dabei beispielsweise überstreckt, strapaziert dies den Rücken und die Halsmuskulatur. Zudem wird die Nacken- und Rückenpartie beim Auftauchen beansprucht, nachdem man den Kopf während der Gleitphase eintaucht.

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Kraulen und Rückenschwimmen entlasten Hüfte und Knien

Kraulen ist in diesem Fall der ideale Schwimmstil, da der Körper gerade im Wasser liegt. Bei diesem Schwimmstil greifen die Arme abwechselnd nach vorne und ziehen unter dem Körper zurück. Dabei werden Hüfte und Knie im Vergleich zum Brustschwimmen weniger belastet. Für den Rücken ist besonders Rückenschwimmen gut geeignet, da die Wirbelsäure gestreckt wird. Das Wasser wirkt dabei wie eine Art Luftkissen. Allerdings ist hierfür viel Koordination gefragt, da man beim Rückenschwimmen nicht sehen kann, wo man hinschwimmt.

Schwimmen ist für Diabetiker ein guter Sport

Der Sport eignet sich auch für Diabetiker. Denn beim Schwimmen gibt es in der Regel keine unerwarteten Belastungsspitzen - somit besteht keine Gefahr, dass Patienten in den Unter- oder Über-Zucker gelangen. Für Diabetiker mit Gefühllosigkeit im Fuß ist Schwimmen ideal, denn es gibt kein Verletzungsrisiko am Fuß – im Gegensatz zu Sportarten wie Fußball oder Joggen.

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Diabetiker sollten Traubenzucker und Sonnencreme einpacken

Allerdings sollten Diabetiker im Wasser auf einiges achten. Beispielsweise wird empfohlen, dass sie nach dem Schwimmen den Blutzucker messen und immer Traubenzucker dabei haben. Denn im Wasser kann man eine Unterzuckerung möglicherweise erst zu spät erkennen. Zudem sollten Diabetiker zum Schutz vor Verletzungen am Fuß Badeschuhe tragen. Eine gute Hautpflege ist zudem wichtig, da die oft trockene Haut von Diabetikern durch Wasser und Sonne belastet wird. Dabei sollte eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufgetragen werden.

Herz-Kreislauf-Probleme: Senioren sollten langsam ins Wasser gehen

Der Sprung ins kühle Nass ist bei hohen Temperaturen verlockend. Doch gerade ältere Menschen kühlen sich besser langsam ab, bevor sie sich ganz ins Wasser begeben. Der Temperaturunterschied zwischen der Liege in der Sonne und dem Wasser kann erheblich sein, warnt Achim Wiese, Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Während sich bei Hitze die Blutgefäße erweitern, ziehen sie sich nach dem Sprung ins Wasser blitzschnell zusammen. Hat jemand eh schon Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System, drohe dann etwa ein Herzinfarkt. Wird der Betroffene bewusstlos, ertrinkt er schlimmstenfalls.

Wiese rät, zunächst mit den Füßen ins Wasser zu gehen und dann die Arme nach und nach mit Wasser zu benetzen. „So kühlt man den Körper langsam herunter.“ Erst dann sollten ältere Menschen losschwimmen. Hilfreich sei es auch, auf den eigenen Körper zu hören: Ins Wasser gehen sollte generell nur, wer sich wohlfühlt. Gefährlich wird es zudem, wenn sich jemand überschätzt - etwa, weil er seine körperlichen Einschränkungen unterschätzt. Wer nicht mehr ganz so fit oder etwas aus der Übung ist, schwimmt deshalb besser nicht so weit raus.

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Von RND/dpa

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