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Wissen “Ich wünsche mir ein zweites Kind, mein Mann aber leider nicht”
Nachrichten Wissen “Ich wünsche mir ein zweites Kind, mein Mann aber leider nicht”
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07:13 24.09.2019
Wenn sich nur ein Elternteil ein weiteres leibliches Kind wünscht, ist das eine Herausforderung für die Beziehung. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Drochtersen

"Es gibt Tage, an denen ich weine – beispielsweise, wenn in unserer ehemaligen Krabbelgruppe oder in meinen Lieblingsblogs eine neue Schwangerschaft verkündet wird. Ich freue mich für die Frauen. Gleichzeitig bin ich neidisch, denn ich möchte auch so gern noch ein Baby. Aber mein Mann will nicht.

Die Sehnsucht kam schleichend, flüsterte mir erst leise, dann immer lauter ins Ohr. Ließ mich in der Fantasie Tritte im Bauch spüren. Den Geruch eines Babys, meines Babys noch mal riechen. Die vielen ersten Male mit ihm erleben. Mittlerweile fühle ich mich ohne dieses Baby, als fehle mir ein Arm oder ein Bein – einfach unvollständig.

Mein Mann hat es nicht so mit Veränderungen

Unser erstes Kind kam trotz Pille. Wir wollten eigentlich erst unser Haus bauen. Nun kamen Hausbau und Kind zusammen. Ronny fragte, ob wir die Schwangerschaft nicht „verschieben“ könnten. Ich redete drei Tage nicht mit ihm. Verschieben! Doch als er die Herztöne unserer Tochter im Ultraschall sah, war er dann doch sehr begeistert. Er hat es eben nicht so mit Veränderungen ...

Nachdem er gesehen hat, was für Schmerzen ich habe, wollte er kein Kind mehr.

In der Schwangerschaft wurde ich krank, ich hatte starke Schmerzen. Diagnose: Osteopenie. Meine Knochendichte gleicht der einer 70-jährigen. In den ersten Jahren nach der Geburt fragten die Leute immer mal wieder: Und wann kommt das Zweite? Ronny wollte eigentlich auch kein Einzelkind. Aber nachdem er gesehen hat, was für Schmerzen ich habe, wollte er kein Kind mehr.

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Wird es mit einem zweiten Kind doppelt anstrengend?

Er macht sich Sorgen um meine Gesundheit, unser Haus, die Firma, unser Auskommen. Er fürchtet auch, dass seine „Prinzessin“ zurückstecken müsste, wenn noch ein Baby kommt. Das Schlimme ist: Ich kann diese Argumente sogar nachvollziehen. Aber ich sehne mich trotzdem so sehr nach einem zweiten Kind. Es gibt Situationen, da liege ich weinend im Bett und schicke ihn mit einem „Lass mich in Ruhe“ raus.

Er fürchtet auch, dass seine „Prinzessin“ zurückstecken müsste, wenn noch ein Baby kommt.

Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir das mit einem zweiten Kind schaffen würden. Und ich glaube, auch unsere Tochter würde von einem Geschwisterchen profitieren. Manchmal fragt sie mich: „Mama, wann kriegen wir ein neues Baby?“. Dann sage ich: „Das musst du Papa fragen.“ Ich weiß, dass das gemein ist, aber es ist die Wahrheit. Ich habe noch so viel Liebe in mir!

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Ich glaube, Ronny denkt, mit einem zweiten Kind würde es doppelt anstrengend. Er hat es gern aufgeräumt. Das würde natürlich erst mal chaotischer, aber es spielt sich auch wieder ein. Und er ist so ein toller Papa. Er sagt: „Mein schönstes Geschenk ist die Zeit mit meiner Tochter.“

Meine Riesenangst ist, dass wir wirklich kein Kind mehr kriegen. Wenn wir aber beide stur bleiben, kann es nur einen Verlierer geben: mich.

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RND/Jessica Schonk/aufgeschrieben von Lisa Harmann

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