Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wissen ISS fährt nach Fehlalarm Systeme wieder hoch
Nachrichten Wissen ISS fährt nach Fehlalarm Systeme wieder hoch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 15.01.2015
Die ISS befindet sich rund 400 Kilometer über der Erde.
Die ISS befindet sich rund 400 Kilometer über der Erde. Quelle: Nasa/dpa
Anzeige
Moskau

 „Die Astronauten haben zwar die Nacht im US-amerikanischen Segment verbringen können, aber nicht an gewohnter Stelle, da Lüftung und Licht noch nicht wieder vollständig funktionieren“, sagte Maxim Matjuschin vom Flugleitzentrum bei Moskau am Donnerstag der Agentur Interfax. Die US-Astronauten Barry Wilmore und Terry Virts sowie Samantha Cristoforetti aus Italien hätten nach einer ersten Prüfung bestätigt, dass der Fehlalarm von einer Computerpanne ausgelöst worden war. Anders als befürchtet, sei kein giftiges Ammoniak ausgetreten, sagte Matjuschin.

Auf dem Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometern Höhe arbeiten auch Jelena Serowa, Alexander Samokutjajew und Anton Schkaplerow aus Russland. Die Crew hatte sich wegen des Alarms am Mittwoch elf Stunden lang im russischen Modul in Sicherheit gebracht. Ammoniak befindet sich im Kühlkreislauf des US-Segments und leitet Wärme aus der ISS in den Weltraum. Wegen des Alarms wurde das Kühlsystem vorübergehend abgeschaltet. Damit sich die Hitze nicht staut, wurden auch zahlreiche Apparate in dem Modul heruntergefahren.

Außenposten der Menschheit

Die ISS gilt seit mehr als 15 Jahren als Außenposten der Menschheit. Gut ein Dutzend Staaten beteiligen sich an dem Projekt, neben Ländern der Europäischen Union auch Kanada, Japan, Russland und die USA. Seit dem Jahr 2000 sind ständig Menschen auf der ISS. 2014 arbeitete auch der Deutsche Alexander Gerst für fast ein halbes Jahr in dem Labor etwa 400 Kilometer über der Erde.

Kommandeur ist meist ein Russe oder US-Amerikaner. Die optimale Besetzung sind sechs Raumfahrer. Sie verbringen jeweils etwa ein halbes Jahr im Orbit. Zu ihren Aufgaben dort gehören Experimente in der Schwerelosigkeit. Forscher erhoffen sich davon auch Erkenntnisse über einen möglichen dauerhaften Aufenthalt im All und für eine bemannte Mars-Mission.

Das Schicksal der Raumstation steht in den Sternen. Russland hat nach mehr als 15 Jahren ein Ende seines Engagements für 2020 angekündigt. Dabei handelt es sich wohl auch um eine Reaktion auf US-Sanktionen im Ukraine-Konflikt.

dpa

Mehr zum Thema
Wissen Frachter startet zur ISS - Raketenlandung geht schief

Start geglückt, Raketenlandung nicht: Zwei Monate nach der Explosion eines unbemannten Versorgungsfrachters ist mit dem „Dragon“ am Sonnabend erstmals wieder ein privater US-Raumtransporter erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

10.01.2015

Der heimgekehrte Astronaut Alexander Gerst würde gern auch zum Mars fliegen. „Ich hätte nichts dagegen, das ist mein Beruf. Wo auch immer wir uns entscheiden, hinzufliegen - das ist eine interessante Sache“, sagte der 38 Jahre alte Geophysiker am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Köln.

13.11.2014

Fast ein halbes Jahr hat der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS geforscht. Nun hat ihn die Erde wieder: Der Geophysiker landete mit zwei Kollegen in Zentralasien.

10.11.2014
11.01.2015
Wissen Frachter startet zur ISS - Raketenlandung geht schief
10.01.2015
Wissen Meteoriten-Einschlagstelle entdeckt? - Der Riesenring im Eis
Heiko Randermann 09.01.2015