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Nachrichten Wissen Hamburger scannen ostfriesische Moorleiche Bernie
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17:13 19.10.2011
Der „Mann von Bernuthsfeld“, auch Bernie genannt, wird im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) derzeit mit modernen Techniken wie der Computertomographie durchleuchtet.
Der „Mann von Bernuthsfeld“, auch Bernie genannt, wird im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) derzeit mit modernen Techniken wie der Computertomographie durchleuchtet. Quelle: dpa
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Hamburg/Emden

Bernie wurde 1907 in der Nähe von Emden gefunden und starb wahrscheinlich im 9. Jahrhundert durch ein Verbrechen. Er ist seit Jahrzehnten eine der Attraktionen im Ostfriesischen Landesmuseum Emden.

Die Moorleiche wurde im Februar mit einem modernen Computertomographen des Emder Klinikums untersucht. Das Gerät am Hamburger Institut für Rechtsmedizin des UK erlaube noch genauere Aufnahmen von Kiefern und Knochen, sagte Bär: „Einzelne Knochen laufen bis zu zwölf Stunden durch den Apparat.“

An den Untersuchungen ist ein interdisziplinäres Team unter anderem aus Medizinern, Biologen und Archäologen beteiligt. Die Ergebnisse sollen Auskunft über Bernies Leben, seine Krankheiten und die genaue Todesursache geben und werden am 18. November in Emden vorgestellt. Vorher geht „Bernie“ noch einmal auf Tour nach Hannover zur Reinigung und in die Pathologie nach Göttingen.

Bernie ist die sechste Moorleiche aus Norddeutschland, die am UKE untersucht wird. Der etwa 1,65 Meter große Mann war in einer mit Moos ausgepolsterten Grube im Moor beerdigt worden. Als er starb, war er zwischen 20 und 30 Jahre alt. Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten auf einen gewaltsamen Tod hin. Gut erhalten sind neben Skelett und Haarschopf vor allem Bernies Kleider: Der Leichnam trug ein langes Hemd und einen Kapuzenumhang. Archäologen sehen die Funde als herausragendes Zeugnis für die Textilkunst und die Lebenswelt des frühen Mittelalters.

dpa

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