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Wissen Facebook als Unterrichtsfach: So sollen Lehrer sicheren Umgang mit Social Media vermitteln
Nachrichten Wissen Facebook als Unterrichtsfach: So sollen Lehrer sicheren Umgang mit Social Media vermitteln
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21:30 06.09.2019
Mit dem neuen Guide wird Lehrern Tipps gegeben, wie sie ihren Schülern einen sicheren Umgang mit Facebook, Instagram und Whatsapp vermitteln können.

Social Media ist viel mehr als nur eine Freizeitaktivität: Facebook, Instagram und Whatsapp werden zunehmend im Beruf genutzt – auch in Schulen. Laut einer Studie von Facebook und der INFO GmbH Markt- und Meinungsforschung unter 500 Lehrern nutzen rund ein Drittel aller Lehrer soziale Netzwerke für ihren Beruf. Vor allem über Whatsapp tauschen sie sich demnach mit Kollegen der eigenen oder auch anderen Schulen aus. Zudem werden soziale Netzwerke nach Angaben von Facebook immer häufiger als Arbeits- und Recherchemittel verwendet: Beispielsweise zur Projektarbeit, zu Lehrzwecken oder zum Austausch mit Eltern von Schülern.

Stichwort Schüler: Für sie ist Social Media schon gar nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken. In und abseits der Schule gehören Instagram, Whatsapp und Co. zu ihrem Alltag. Sie posten, chatten und scrollen, was das Zeug hält. Doch nicht alle wissen, wie man sicher und verantwortungsbewusst mit sozialen Netzwerken umgeht. Das Gleiche gilt auch für Lehrer: „Unser Austausch mit Lehrern hat gezeigt, dass sich längst noch nicht alle sicher im Umgang mit unseren Plattformen fühlen. Da ist noch viel Luft nach oben“, sagt Constanze Osei-Becker, Public-Policy-Managerin bei Facebook im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Mit einem neuen Leitfaden informiert Facebook Lehrer darüber, wie sie Schülern einen sicheren Umgang mit Facebook-Plattformen vermitteln können.

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Tools und Einstellungen für mehr Sicherheit auf Facebook und Co. sollen bekannter werden

„Mit dem Guide, der speziell für Lehrerinnen und Lehrer erstellt wurde, möchten wir sicherstellen, dass die Möglichkeiten, mit unseren Plattformen sicher umzugehen, bekannter werden – gerade an Schulen“, sagt Osei-Becker. Dabei trage Facebook eine große Verantwortung: „Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass Lehrer die nötigen Informationen haben, um ihren Schülern die wichtigsten Hilfestellungen für eine sichere Social-Media-Nutzung zu vermitteln“, sagt die Public-Policy-Managerin von Facebook. Zugleich sei es eine wichtige Aufgabe von Schulen, die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung sozialer Medien zu steigern.

Denn viele Kinder begegnen früher oder später den Gefahren von sozialen Netzwerken. Die Hälfte der befragten Lehrer gaben bei der Studie an, dass viele Schüler bereits negative Erfahrungen mit sozialen Medien gemacht haben – dazu gehören Mobbing oder verstörende Inhalte. Über diese Themen soll der Guide informieren und aufklären. „Kinder und Jugendliche sollen unter anderem auch in Bezug auf Falschmeldungen lernen, Informationen verantwortungsbewusst zu konsumieren und produzieren“, sagt Osei-Becker dem RND.

Constanze Osei-Becker ist seit 2015 Public-Policy-Managerin bei Facebook. Sie beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Digitalisierung und Sicherheit.

Schüler können selbst aktiv werden: Gefährliche Inhalte auf Facebook melden

Der Leitfaden bietet Tipps und Unterstützung für einen sicheren Umgang mit Facebooks drei populärsten Produkten: Instagram, Whatsapp und eben Facebook, das mittlerweile schon 15 Jahre alt ist. Der Guide informiert dabei unter anderem, wie auch Schüler auf Facebook gegen gefährliche Inhalte vorgehen können: Zwar werden etwa Gewaltdarstellungen und Hassreden von Facebook überprüft und entfernt, jedoch können auch Nutzer über die Funktion (die sich neben dem jeweiligen Beitrag befindet) „Feedback geben oder Kommentar/Unterhaltung melden“ und so Support-Teams auf den Inhalt aufmerksam machen.

Darüber hinaus sollen Schüler lernen, wie sie sicher Inhalte auf Facebook teilen können. Hier könnte sich beispielsweise die Zielgruppenauswahl als nützlich erweisen: Diese Funktion erlaubt Nutzern, den Überblick zu behalten, wer die Posts zu Gesicht bekommt – und wer nicht. Im Kampf gegen Cybermobbing gibt es auch einige wichtige Einstellungen für private Nachrichten. Unterhaltungen mit einem unerwünschten Gesprächspartner können im Facebook-Messenger zum Beispiel stumm geschaltet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, bestimmte Menschen zu blockieren.

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Instagram: Bilder und Videos nur bestimmten Leuten zugänglich machen

Instagram ist vor allem für Bilder und Videos bekannt. Auch Schüler posten ihr schmackhaftes Essen oder ihre besonderen Erlebnisse mit Freunden auf der Plattform. Dabei kann es aber vorkommen, dass manche Kinder ihre Bilder mit der ganzen Welt teilen, obwohl es nur ihre Freunde sehen sollten. Im Guide wird darauf hingewiesen, dass man sein Profil auf privat schalten kann. So können sich nur Follower, also Abonnenten, die geposteten Inhalte anschauen. Und wer den Account abonnieren möchte, muss dann zuerst eine Anfrage senden. Wie bei Facebook auch kann man andere Nutzer blockieren sowie unerwünschte Follower und Kommentare entfernen.

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Tools für Whatsapp: Spam, Falschmeldungen und Kettenbriefe melden

Um Facebook und Instagram zu nutzen, müssen Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein. Bei Whatsapp liegt das Mindestalter bei 16 Jahren. Wie gefährlich die Nutzung von Whatsapp für unerfahrene Kinder sein kann, zeigt der Kettenbrief „Momo“, der im vergangenen Jahr über die Plattform die Runde machte: In der Nachricht berichtet ein „totes“ Mädchen namens Momo, dass es den Nutzer in der Nacht besuchen werde, sollte dieser die Nachricht nicht an 15 weitere Menschen weiterleiten. Solche Nachrichten können ebenso wie Spam und Falschmeldungen gemeldet werden, informiert der Guide.

Für Nutzer besteht die Möglichkeit, das eigene Profilbild auf privat zu stellen oder persönliche Informationen vor einigen Menschen zu verbergen. So kann sich nicht jeder Kontakt direkt über die Handynummer das Profil anschauen, sobald er einen Chat auf Whatsapp öffnet. Neben Funktionen wie „Personen blockieren“ und „Unterhaltungen stummschalten“ gibt es auch für Gruppenchats besondere Einstellungen: So kann der Administrator beispielsweise festlegen, dass nur er selbst Nachrichten innerhalb der Gruppe senden kann. Das ist laut Facebook ein praktisches Tool für Lehrer: In Gruppenchats innerhalb einer Klasse können so beispielsweise nur wichtige Ankündigungen geteilt und Diskussionen vermieden werden.

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Leitfaden in Kooperation mit Initiativen und Experten entwickelt

Der Leitfaden für Lehrer ist ab sofort online im Sicherheitsbereich von Facebook zu finden. Für die Entwicklung des Leitfadens hat Facebook mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet: unter anderem mit dem Bildungsangebot „Digibits“ der Initiative „Deutschland sicher im Netz e. V.“ und der EU-Initiative zur Förderung der Onlinekompetenz von Nutzern „Klicksafe“. Facebook veröffentlichte Anfang des Jahres bereits einen Instagram-Guide für Eltern, der Eltern die Plattform näherbringen soll. „Solche Projekte können nur gelingen, wenn sie in Zusammenarbeit mit Experten entstehen. Daher ist es uns wichtig, dass dieser Austausch auch in Zukunft so stattfindet“, sagt Osei-Becker.

Von Ben Kendal/RND

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