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Wissen Grusel und Gewalt: Wie Kinder mit Schreckmomenten in Medien umgehen
Nachrichten Wissen Grusel und Gewalt: Wie Kinder mit Schreckmomenten in Medien umgehen
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16:14 11.09.2019
Zu viel Grusel: Kleine Kinder erschrecken sich beim Fernsehen schnell. Quelle: Silvia Marks/dpa-tmn
München

Ein unheimlicher Schatten, ein Bösewicht, eine Gruselfigur oder einfach eine spannende Szene: Was Kinder auf dem Bildschirm erschreckt, ist für Eltern nicht immer vorhersehbar. Mitunter reagieren Kinder auch völlig unerwartet auf das Gesehene. Wann aus Spaß am Nervenkitzel Angst wird und wie Eltern damit umgehen können, erklären die Pädagogen des Vereins "Programmberatung für Eltern".

Die Grenze zwischen Realität und Fiktion

Entscheidend sei das Alter der Kinder, beschreiben die Experten in der aktuellen Broschüre "Flimmo", die Eltern und Kindern Fernsehtipps gibt. So könne kleine Kinder schon ein lautes Geräusch erschrecken. Aber auch Älteren mit mehr Filmerfahrung kann Unheimliches zu viel werden - nämlich dann, wenn die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt, wenn mysteriöse oder gruselige Geschichten echt wirken. Etwa durch Internet-Phänomene wie "Momo" oder "Game Master". Gerade auf Videoplattformen wie Youtube kursierten Inhalte, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion bewusst verwischten.

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Vor allem realitätsnahe Geschichten können laut den Experten belastend auf Kinder wirken. Vor allem die Darstellung von Gewalt in Krimis oder anderen Formaten sei problematisch. Das liege daran, dass sie das Gesehene auf ihren Alltag übertragen und um ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Familie fürchten. Die Darstellung von Missbrauch und Mord sei "selbst für Kinder und Jugendliche jenseits des Grundschulalters schwer zu verkraften". Aus demselben Grund können auch Nachrichten über Krieg und Gewalt schockierend auf Kinder wirken.

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Eltern müssen Bezugspersonen sein

Viele Kinder reizt es, die eigenen Grenzen auszutesten. Je unheimlicher, desto reizvoller. Manchmal könne aber auch der Gruppendruck eine Rolle spielen. Wenn Gleichaltrige schockierende Videos teilen oder Youtuber mit den Ängsten ihrer Fans spielen, kommen Kinder an ihre Grenzen. Wenn sie überfordert sind, müssen sie sich an eine Bezugspersonen wenden können. Deshalb sollten Eltern als Gesprächspartner bereitstehen, so die Flimmo-Autoren.

Wie kindersicher ist Youtube?

Youtube ist ein besonderes Problem, da die Videoplattform bei Kindern sehr beliebt ist, aber die Kontrolle darüber, welche Inhalte angeschaut werden, nur begrenzt möglich ist. Zudem würden viele Eltern das Risiko schlicht unterschätzen. Oft trennen nur wenige Klicks das harmlose Katzenvideo von dem verstörenden Schocker-Clip.

Im eingeschränkten Modus ist Youtube kindersicherer, da ein Algorithmus nicht jugendfreie Inhalte sperrt. Allerdings kann dieser Modus durch einen einfach Klick wieder abgeschaltet werden. Auch ein Familienaccount lässt sich relativ leicht durch Ausloggen umgehen. Zwar bietet Youtube mit "YouTube Kids" eine separate, kinderfreundliche Variante der Plattform an, doch auch hier sei laut den Experten nicht auszuschließen, dass Kinder auf ungeeignete Inhalte stoßen.

Eltern wird deshalb geraten, jüngere Kinder bei der Nutzung von Youtube zu begleiten. Doch auch bei älteren Kindern sollten Eltern wissen, was sich ihre Sprösslinge auf Youtube anschauen, um im Ernstfall eingreifen zu können.

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RND/dpa/pf

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